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Weitere Wildkatzenvorkommen in Niedersachsen bestätigt

Weitere Wildkatzenvorkommen in Niedersachsen bestätigt

Was Förster lange Zeit vermutet haben, wird nun durch das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (ITAW) und dem Niedersächsischen Forstamt Wolfenbüttel sicher bestätigt: Die Wildkatze ist nicht nur im Elm heimisch, sondern lebt auch in den umliegenden Waldgebieten des Braunschweiger Landes! Mit Fotofallen und DNS-Analysen konnten insgesamt 14 verschiedene Wildkatzen-Individuen eindeutig in den Waldgebieten Asse, Dorm, Schieren, Lappwald, wiederholt im Elm sowie an der Grünbrücke im Oderwald bei Flöthe nachgewiesen werden. Erstmals gelang dabei auch der genetische Nachweis von Wildkatzen nördlich von Helmstedt an der Bundesautobahn A2, die bisher als schwer zu überwindende Ausbreitungsbarriere galt.Diese Beobachtungen sind eindeutige Hinweise darauf, dass sie sich weiter auf ihrem Weg in Richtung Norden befindet. Finanziert wurde das Gemeinschaftsprojekt vom Forstamt Wolfenbüttel aus dem Naturschutzhaushalt unter finanzieller Beteiligung der Stiftung „Zukunft Wald“ der Niedersächsischen Landesforsten. „Die naturnahe Waldbewirtschaftung der Landesforsten nach dem LÖWE – Programm wirkt sich positiv auf die Wildkatzenpopulation aus“, erklärt Dr. Gunter Sodeikat vom Institut für Wildtierforschung, „die Wildkatze fühlt sich in den bewirtschafteten, aber doch abwechslungsreichen Laub- und Mischwäldern offensichtlich wohl!“ Weiterhin bevorzugen sie die Nähe zu Wiesen, Waldrändern sowie gewässerbegleitende Strukturen und meiden in der Regel die menschlichen Siedlungen und Straßen. Diese Lebensraum-Voraussetzungen werden von vielen Waldgebieten der Region erfüllt.

NLF

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