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Vertragsunterzeichnung (v.l.): DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde

Weitere 16 000 ha Naturschutzflächen an DBU übertragen

Für den Schutz des nationalen Naturerbes in Deutschland ist am 28. Mai im Elbzollhaus in Dessau-Roßlau ein weiterer Meilenstein gesetzt worden. Mit ihren Unterschriften besiegelten Bundesumweltminister Peter Altmaier, das Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Axel Kunze, und der Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Hubert Weinzierl, den unentgeltlichen Übertrag weiterer 16 000 ha wertvoller Naturschutzflächen vom Bund auf die DBU. Mit insgesamt 62 000 ha hält die größte Umweltstiftung der Welt damit auf 49 Einzelflächen rund die Hälfte der insgesamt 125 000 ha des Nationalen Naturerbes. Bundesumweltminister Peter Altmaier: „Weitsichtige Menschen haben einen Zug auf die Schiene gesetzt. Und dieser Zug kommt an.“

Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien 2005 festgelegt, dass die Bewahrung des nationalen Naturerbes eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe höchsten Ranges sei, bei der die öffentliche Hand vorbildlich voranzugehen habe. Die Bundesregierung wolle deshalb die im Eigentum des Bundes befindlichen hochwertigen Naturschutzflächen langfristig für den Naturschutz sichern. Gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzflächen des Bundes einschließlich der Flächen des Grünen Bandes sollten in einer Größenordnung von bis zu 125 000 Hektar unentgeltlich in eine Bundesstiftung vorzugsweise die DBU eingebracht oder an die Länder übertragen werden. So waren 2008 bereits 33 Flächen mit 46 000 ha Land im Zuge eines ersten Rahmenvertrages der DBU Naturerbe GmbH, einer gemeinnützigen Tochter der DBU, zugeschrieben worden: ehemalige Truppenübungsplätze, Bergbaufolgelandschaften und Flächen des Grünen Bandes der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, auf denen sich über viele Jahrzehnte ein besonderer Artenreichtum entwickeln konnte.

Bis heute sind 8.000 ha DBU-Waldflächen aus der Nutzung genommen worden. Durch die Übernahme der neuen Flächen werde diese Zahl bald um weitere 4 000 ha erhöht. Im Offenland ist die Qualität wertvoller Lebensräume gesteigert worden. Feuchtgebiete wie in der Ueckermünder Heide (Mecklenburg-Vorpommern) sind wiedervernässt worden. In der Umweltbildung sollten künftig weitere Projekte auf geeigneten Flächen durchgeführt werden und die Menschen vor allem Kinder und Jugendliche an die Natur herangeführt werden.

 
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Vertragsunterzeichnung (v.l.): DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde Umweltminister Peter Altmaier

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