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Weihnachtsbaum wird 2015 wohl billiger

Experten rechnen mit günstigeren Preisen für Weihnachtsbäume.

Einerseits war das Wetter in diesem Jahr für das Wachstum ideal und andererseits gibt es mehr Weihnachtsbaumkulturen in Bayern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Dieses Überangebot wird zu günstigeren Preisen führen. Ein bis zwei Euro pro Baum sind gut möglich. Das gilt vor allem für die Massenware. Die wohlgeformte Nordmanntanne wird so viel wie im letzten Jahr kosten. Diese erfreuliche Nachricht teilt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bonn mit.
Über 28 Millionen Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wieder in den Wohnungen der Deutschen stehen. Während bei Haushalten mit Kindern 80 % der Familien einen Baum aufstellen, sind es in den immer mehr werdenden Ein- bis Zweipersonenhaushalten nur noch die Hälfte der Haushalte. Die nicht nadelnde Nordmanntanne ist mit 75 % weiterhin der mit Abstand beliebteste Weihnachtsbaum, gefolgt von der Blautanne, der Gemeinen Fichte und der Nobilistanne.
Auch beim Kauf des Weihnachtsbaumes kann man sich umweltbewusst verhalten. Regionalität und Siegel sind die beiden entscheidenden Faktoren. In fast allen Bundesländern gibt es ein Herkunftssiegel, das garantiert, dass der Baum aus der nahen Umgebung stammt und so unnötiger Schadstoffausstoß durch den Transport vermieden wurde. Auch eine Nachfrage nach der Art der Produktion ist sinnvoll und fördert die umweltfreundlichen Weihnachtsbaumplantagen. So pflegen ökologisch orientierte Anbauer ihre Kulturen per Hand oder durch Schafbeweidung und verzichten auf Unkrautvernichtungsmitteln. In diesem Jahr haben auch drei Betriebe aus dem Sauerland für ihre umweltfreundliche Weihnachtsbaumplantagen das PEFC-Siegel erhalten. Weitere Siegel sind u.a. FSC, Naturland und Bioland.
Außerdem ist und bleibt der Kauf eines Weihnachtsbaumes bei regionalen Waldbauern oder beim nächstgelegenen Forstamt immer etwas Besonderes. Viele Betriebe bieten zusätzlich Glühwein und Lebkuchen, so dass der Kauf für die ganze Familie immer ein Erlebnis ist. Bisher werden etwa 5 % der verkauften Bäume im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald entnommen. Die meisten Bäume, die aus der Waldpflege kommen, sind Fichten, Weißtannen und Kiefern.
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

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