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Aus mehreren Kandidaten wählten Experten der ThüringenForst-AöR schließlich eine Tanne aus Birkenhügel

Weihnachtsbaum für das Brandenburger Tor

Der prominenteste Weihnachtsbaum Deutschlands kommt erneut aus Thüringen

Erstmals zum 25. Jahr der Deutschen Einheit – und jetzt auch zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: Seit fünf Jahren schmückt ein Weihnachtsbaum aus Thüringen das Brandenburger Tor. Eine 22 m hohe Tanne aus Birkenhügel (Südostthüringen) wird das Brandenburger Tor und den Pariser Platz ab dem 1. Dezember in weihnachtlichen Glanz versetzen.

Das Berliner Unternehmen lekker Energie GmbH hat dies möglich gemacht und sich bei der Suche nach einem geeigneten Baum auf die Försterinnen und Förster der Thüringer Landesforstanstalt verlassen. Am 23. November wurde die etwa 50-jährige Tanne, rund 0,6 t schwer, gefällt und mit dem Schwerlastkran auf einen Tieflader verbracht. In Berlin angekommen, wird der Baum geschmückt. Thüringens Forstministerin Birgit Keller aus diesem Anlass: „Der Wald, die Förster und Waldbesitzer haben ein weiteres schweres Jahr hinter sich. Die Folgen des Katastrophen-Jahres werden uns noch lange begleiten. Dass Deutschlands prominentester Baum angesichts des Zustands unserer Wälder aus Thüringen kommt, stimmt mich froh und zuversichtlich, dass das Grüne Herz Deutschlands und der Wald diese Krise überwindet, mit unserer Hilfe.“

Holzfällung der anderen Art: Mit Kran und Schwerlaster

„Die Herausforderung für die Fällexperten ist es, dass bei der Aktion keinerlei Äste brechen oder gar die Krone beschädigt wird, an der der ganze Baum angehoben wird“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Ist der Baum erst einmal sicher auf dem Spezialanhänger positioniert, wird er transportfähig gesichert und nach Berlin speditiert. Um die kritische Liegezeit des Baumes auf dem Spezialtransporter kurz zu halten, wird dieser in Berlin angekommen umgehend durch das dortige Technische Hilfswerk entladen und aufgestellt. Sechs Dekorateure benötigen sodann fast eine ganze Woche, um den Baum mit insgesamt 30.000 Lichtern und hunderten Weihnachtskugeln zu schmücken.

Das Weihnachtsbaum-Casting 2019 entschied Südostthüringen für sich

Aus mehreren Kandidaten wählten Experten der ThüringenForst-AöR schließlich eine Tanne aus Birkenhügel, nahe der thüringisch-bayerischen Grenze. Der Baumbesitzer, Gerhardt Mann, hatte sich schon im Januar 2019 im örtlich zuständigen Thüringer Forstamt Schleiz gemeldet und seinen Baum „vorgestellt“. „Dabei hat ein Baum, will er Deutschlands prominentester Weihnachtsbaum werden, allerhöchsten Ansprüchen nicht nur in Bezug auf Optik, sondern auch auf Stabilität, zu genügen“, so Gebhardt weiter. Zwischen 16 und höchstens 23 m hoch sollte er sein, ein rundum volles, kegelförmiges Nadelkleid tragen und keinerlei Holzfehler oder Wuchsanomalien aufweisen. Zusätzlich muss er am Standort mit einem Schwerlastkran und einem überbreiten Tieflader gut erreichbar sein.

Alles das war bei Gerhardt Mann gegeben. Da der imposante Baum sein nahe stehendes Wohnhaus beschattete, trug er sich schon seit Längerem mit dem Gedanken einer Fällung. Jetzt schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Baum wird gefällt und findet eine herausragende Zweitverwendung als Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor.

Red./ThüringenForst

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