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Weihnachtsbaum für Bundeskanzleramt kommt aus Brandenburg

Die Übergabe eines Weihnachtsbaumes an das Bundeskanzleramt durch die Waldeigentümer ist mittlerweile zu einer Tradition geworden: Im Jahr 2001 fand die erste Übergabe statt. In diesem Jahr kommt der Weihnachtsbaum für das Bundeskanzleramt aus Sauen in Brandenburg.

Am kommenden Mittwoch, 28. November 2018, wird die Weißtanne in Berlin von der AGDW – Die Waldeigentümer und dem Waldbesitzerverband Brandenburg an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Heute – Freitag, 23. November – wird sie gefällt und nach Berlin transportiert.

Wir wollen vor der Zerstörung unserer Wälder warnen …

„Mit dieser Tanne bringen wir den Wald mitten in die Stadt“, sagte Thomas Weber, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Brandenburg und Leiter des Stadtforstes in Fürstenwalde, „angesichts der jüngsten Wetterextreme wollen wir vor der Zerstörung unserer Wälder warnen und gleichzeitig auf unsere lange Tradition der nachhaltigen Forstwirtschaft aufmerksam machen.“

Die für das Bundeskanzleramt ausgewählte Weißtanne ist 54 Jahre alt und rund 11 m groß. Sie stammt aus dem Wald der Sauener Forst & Gewerbe GmbH, einem Familienbetrieb in Sauen, der Waldeigentümer und Forstbetriebe u.a. zur Waldentwicklung, Waldpflege, Aufforstung und Jagd berät. Der Betrieb arbeitet eng zusammen mit der „Stiftung August Bier für Ökologie und Medizin“. Diese setzt sich für artenreiche Mischwälder ein, die über eine rein wirtschaftliche Funktion hinaus ökologische und soziale Aufgaben erfüllen.

Brandenburgs Waldeigenümer kennen sich aus …

Die Landesfläche von Brandenburg ist zu 37 % bewaldet. Etwa 60 Prozent der Waldfläche Brandenburgs wird von privaten – überwiegend Kleinprivatwaldbesitzern – und kommunalen Waldbesitzern bewirtschaftet. Die Stadt Fürstenwalde, Mitglied im Waldbesitzerverband Brandenburg, ist mit einer Fläche von 4.700 ha der größte kommunale Waldbesitzer in dem Bundesland.

„Angesichts der Klimaveränderungen brauchen wir nachhaltige Waldbaukonzepte, die unseren Wäldern zu Stabilität und Zukunftsfähigkeit verhelfen“, sagte Thomas Weber. Die Stiftung und der Forstbetrieb in Sauen würden hier über wertvolle Erfahrungen verfügen, die für die Forstwirtschaft in Brandenburg von großer Bedeutung sind.

Red./WBV Brandenburg

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