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Der echte Weihnachtsbaum könnte knapp werden …

Wird der Laubbaum bald die traditionelle Weihnachtstanne ersetzen? Eine provokante Frage, mit durchaus ernstem Hintergrund: Der Anteil junger Nadelbäume in deutschen Wäldern geht zunehmend zurück.

Grund dafür ist der vor Jahrzehnten aus rein ökologischen Gründen begonnene Umbau des Waldes hin zu mehr Laubholz.

„Der Waldumbau hin zu stabileren Mischwäldern ist grundsätzlich richtig. Wird jedoch zu einseitig auf Laubbäume gesetzt, kann das Ökosystem Wald sich schwerer auf die veränderten Klimabedingungen einstellen“, sagt Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR). Zunehmende Witterungsextreme und Dürren führen zudem dazu, dass Laubbäume wie die Rotbuche insbesondere in Regionen mit geringen Sommerniederschlägen künftig gefährdet sind. Nadelhölzer wie die Kiefer oder Douglasie hingegen passen sich diesen Bedingungen besser an als viele Laubbäume.

Nadelbäume bieten vielseitige Verwendungsmöglichkeiten − nicht nur zu Weihnachten!

Zudem braucht unsere Gesellschaft nach wie vor das Nadelholz. Laut AGR fehlt es zunehmend an Nadelbäumen für die Herstellung von Produkten des Möbel-, Haus- und Wohnungsbaus sowie für die Papier- und Zellstoffherstellung.

„Laubhölzer sind in ihren Eigenschaften längst nicht so vielseitig wie Nadelholz“, erklärt Denny Ohnesorge. Nadelholz ist oft leichter als Laubholz und gleichzeitig sehr tragfähig. Die gängigsten Holzerzeugnisse haben einen Nadelholzanteil zwischen 70 und 90 Prozent. So können beispielsweise Dachstühle bei Häusern oder die Spanplatten für Möbel oft nur aus Nadelholz hergestellt werden. Auch die Papier- und Zellstoffindustrie ist bei der Herstellung von hochwertigen Papieren auf die Holzfasern von Fichte, Kiefer und Co. angewiesen.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verarbeitenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.

Red./AGR

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