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Neue Wege zur Energiegewinnung

Neue Wege zur Energiegewinnung

Am 3. September nahm Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in einer Feierstunde die Pelletieranlage PM 6-28 der Firma Pusch in Marienrachdorf in Betrieb: Eine Maschine, die mit ihrer Verarbeitungstechnologie neue Maßstäbe in der Pelletproduktion setzt.

Die Pelletieranlage PM 6-28 der Marienrachdorfer Pusch AG, eines Spezialisten für Mischpellets aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Nebenprodukten für die Strom- und Wärmeerzeugung wurde am 3. September von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in Betrieb genommen.
Die Pelletieranlage vereint in sich zwei technologische Neuheiten. Zum einen kann sie Biomasse aus unterschiedlicher Zusammensetzung aus land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen und Nebenprodukten zu Pellets verarbeiten. Bisher bestanden Pellets in der Regel aus Holz beziehungsweise Holzabfällen.
Zum anderen hat die Forschungsabteilung der Pusch AG den Jumbo-Mischpellet agrarSTICK
entwickelt, einen Pellet mit einem Durchmesser von mehr als 12 Millimetern, in dem diese unterschiedliche Biomasse kombiniert werden kann. Denn die Biomassevorkommen können von Region zu Region unterschiedlich sein. Mit dem agrarSTICK kann das größtmögliche Biomassepotential einer Region genutzt und ausgeschöpft und neben Holz und Holzabfällen können nun auch Stroh oder Miscanthus verarbeitet werden. Dieser neue Pellet ist durch seine hohe Energiedichte, seinen geringen Lagerplatzbedarf und seine sehr gute Transportfähigkeit insbesondere für Gewerbe und Industrie die ideale Alternative zum klassischen Hackschnitzel und kann nun industriell durch dieses neue Maschinensystem hergestellt werden.
In Zusammenarbeit mit dem DBFZ wurde ein Konzept für die Markteinführung entwickelt.
Der Vorstandsvorsitzende der Pusch AG, Guido Pusch, ist überzeugt, dass die Pelletieranlage den internationalen Markt erobern wird. Sie basiert nicht wie herkömmliche Pelletmaschinen auf Kollerpressen, sondern auf der Verarbeitung durch Stempelpressen. Mit dieser neuen Technologie werden bekannte Probleme bei der Pelletproduktion wie Verstopfung und Verklumpungen umgangen, die auf der Zusammensetzung der Biomasse, auf deren Dichte oder Feuchtigkeitsgehalt basieren. Zudem kann die neue Maschine an die Menge der vorhandenen Biomasse angepasst werden.
Das Maschinensystem PM 6-28 der Pusch AG konnte dank vom Land Rheinland-Pfalz bereitgestellter Fördergelder und stiller Beteiligungen durch Institutionen wie der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), dem zentralen Wirtschaftsförderungsinstitut des Landes, und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Rheinland-Pfalz (MBG) realisiert werden.
Pusch AG

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