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30 Jahre leitete Forstdirektor Bernd Josef Schmitt die Geschicke des Forstamtes Märkisches Sauerland – jetzt geht er in den Ruhestand.

Wechsel im Forstamt Märkisches Sauerland

30 Jahre leitete Forstdirektor Bernd Josef Schmitt die Geschicke des Forstamtes Märkisches Sauerland. Heute (3.12.2018) hat er die Verantwortung für knapp 56.000 ha Wald in der waldreichsten Region Nordrhein-Westfalens an seinen Nachfolger Jörn Hevendehl übergegeben.

Rund 200 Gäste waren zur Verabschiedung in das Hotel Holzrichter zwischen Hagen, Iserlohn und Lüdenscheid gekommen. In seiner mit Anekdoten gespickten Abschiedsrede nahm Bernd Josef Schmitt seine Zuhörer noch einmal mit auf einen Streifzug durch 40 Jahre Berufsleben für den Wald in Nordrhein-Westfalen. Anschaulich schilderte er die Erlebnisse seiner Ausbildungszeit. Detailreich ließ Schmitt Bilder von Besprechungen Ende der 1970er Jahre an schweren Eichenmöbeln in von Zigarrenrauch geschwängerter Luft in den Köpfen der Zuhörer entstehen.

Über vergangene Zeiten sprach Bernd Josef Schmitt auch in einem anderen, ganz persönlichen Zusammenhang: Mit seiner Pensionierung geht eine bis auf das Jahr 1809 zurückgehende Familientradition zu Ende. Seit damals lässt sich die Linie seiner Vorfahren lückenlos mit forstlichen Berufen belegen. Immer eng verknüpft mit der jagdlichen Tradition. Zumindest diesen jagdlichen Teil der Waldverbundenheit hat Schmitt an seinen Sohn weitergegeben können.

Die zahlreichen Gäste bei der Verabschiedung wünschten Bernd Josef Schmitt alles Gute und weiterhin eine robuste Gesundheit für den wohlverdienten Ruhestand, in dem er endlich wieder mehr Zeit für seine vielfältigen Hobbys und seine Familie haben wird. Vor allem der Jagd möchte er sich jetzt wieder intensiver widmen, kündigte Schmitt bei der Verabschiedung an.

Josef Schmitt – vorbildlicher Hüter des Waldes

Andreas Wiebe zeichnete Bernd Josef Schmitt als einen vorbildlichen Hüter des Waldes aus: „Der Wald ist eben mehr als eine Fabrik, in der gleichartige Produkte unter fest umrissenen Rahmenbedingungen hergestellt werden. Er ist vielmehr ein hochsensibles empfindliches Ökosystem, dessen Bewirtschaftung in einem gesetzlich eng umrissenen Rahmen mit viel Feingefühl, Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität erfolgen muss. In diesem Sinne haben Sie, Herr Schmitt, sich viele Jahre mit Herzblut um Wald in Nordrhein-Westfalen verdient gemacht und können Auftrag und Würde zufrieden an ihren Nachfolger übergeben.“

Das letzte Jahrzehnt seiner Arbeit als Leiter des Regionalforstamtes war geprägt von der Bewältigung der Schäden, die der Orkan Kyrill 2007 im Sauerland hinterlassen hat. Die Wälder des Märkischen Sauerlands waren besonders betroffen und die Herausforderungen nicht nur waldbaulicher Natur. Schmitt musste auch für die Menschen da sein, denen der Orkan wesentliche Teile ihres Besitzes raubte. Und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die viele Monate in permanentem Ausnahmezustand arbeiten mussten. „So etwas will ich in meiner Dienstzeit nie wieder erleben“ , sagte Bernd Josef Schmitt mehr als einmal. Jetzt, nach dem Orkan Friederike, dem Dürresommer und der daraus folgenden Borkenkäferkakamität, entsteht wieder eine Situation, die fatal an die Zeit nach Kyrill erinnert.

Schmitt übergibt die Geschäfte in schwierigen Zeiten und ist froh, dass sein bisheriger Stellvertreter, Jörn Hevendehl auch sein Nachfolger wird.

Jörn Hevendehl in neuer Verantwortung

Jörn Hevendehl ist bereits seit 2014 im Forstamt tätig und insofern bereits mit Mensch und Umwelt im Märkischen vertraut. Intern wie Extern wird er als profunder Branchenkenner geschätzt. In forstlich turbulenten Zeiten mit Klimawandel, Borkenkäfer-Kalamität und nicht zuletzt auch den strukturellen Veränderungen in der Privat- und Kommunalwaldbetreuung eine gute und stabile Basis für die Übernahme der Verantwortung in den Märkischen Wäldern.

Wald und Holz NRW wünscht Bernd Josef Schmitt im neuen Lebensabschnitt, wie auch Jörn Hevendehl im neuen Tätigkeitsfeld einen Guten Start.

Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen

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