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Warum schweigt die Forstwissenschaft?

Quelle: Forstarchiv 87; 3, 98-99 (2016)
Autor(en): GIESEN K

Diskussionsbeiträge: In der Debatte über die Reform der Forstverwaltungen der Länder befleißigen sich die Forstfakultäten weitgehender Zurückhaltung. Schon gar nicht beteiligen sie sich an der heftig geführten aktuellen Diskussion zum Vorstoß des Bundeskartellamtes und zum hiervon ausgelösten Begehren, sogar das Bundeswaldgesetz ändern zu wollen. Die Scheu, einen wissenschaftlichen Beitrag zur ordnungspolitischen Neuorientierung der deutschen Forstwirtschaft zu liefern, ist nicht neu. Die forstwissenschaftliche Enthaltsamkeit begann bereits bei der fehlenden forsthistorischen Aufarbeitung der NS-Zeit, die in den Nachkriegsjahrzehnten versäumt wurde. Das Gleiche ist zu konstatieren im Hinblick auf die ausgeblendete Nachwirkung der ideologischen Gleichschaltungstendenz in der Forstgesetzgebung und der Forstverwaltungspolitik.


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