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Warnung vor unsicheren Schneidwerkzeugen

Warnung vor unsicheren Schneidwerkzeugen

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz warnt vor schlegelartigen Schneidwerkzeugen für tragbare Freischneider und Motorsensen. Bei der Verwendung bestehe ein ernstes Risiko für Benutzer und unbeteiligte Personen. Die verbotenen Werkzeuge seien seit einiger Zeit im Verkehr und würden als Ersatzteile angeboten. Schwedische Behörden hatten die Mitgliedsstaaten der europäischen Union darüber informiert.
Die schlegelartigen Schneidwerkzeuge bestehen aus mehreren Metallteilen, wie Ketten, Messern oder Bürsten, die mit einem Drehkopf verbunden sind. Es bestehe das Risiko des Bruchs. Dabei könnten Teile des Schneidwerkzeuges herausgeschleudert werden und schwere Verletzungen verursachen, so die Warnung des Ministeriums. Es sei bedauerlicherweise schon zu einem tödlichen Unfall in England gekommen. Aus diesem Grund habe die EU-Kommission den Verkauf dieser Schneidwerkzeuge für Freischneider und Motorsensen europaweit verboten. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich noch Werkzeuge dieser Bauart auf dem Markt befänden.
Bei Freischneidern und Motorsensen handele es sich um tragbare Gartengeräte, die zum Schneiden von Gras, Unkraut, Gestrüpp oder kleinen Bäumen verwendet würden. An diesen Geräten könne man je nach Verwendungszweck unterschiedliche Schneidwerkzeuge montieren. Es werde dringend davor gewarnt, die schlegelartigen Werkzeuge zu erwerben oder zu verwenden.
Auch die Gartenbau-Berufsgenossenschaft warnt vor dem Erwerb
Auch die Gartenbau-BG warnt ausdrücklich vor dem Erwerb und dem Einsatz solcher schlegelartiger Schneidwerkzeuge. Sie weist darauf hin, dass Freischneider und Motorsensen einschließlich ihrer metallischen Werkzeuge Sicherheitsprüfungen gemäß der Freischneider-Sicherheitsnorm EN ISO 11806 bestehen müssen. Für die in den vergangenen Jahren von anderen Anbietern als Zubehör in den Verkehr gebrachten schlegelartigen, metallischen Schneidwerkzeuge seien Sicherheitsprüfungen im Sinne der genannten Norm mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erfolgt.
Abgesehen von der großen Gefahr, die von solchem meist in europäischen Ländern
wie auch im außereuropäischen Ausland produzierten Zubehör ausgeht und dem zweifelhaften Nutzen ist dessen Einsatz von den Freischneiderherstellern ohnehin nicht freigegeben. Dadurch erlöschen auch etwaige Garantieansprüche, sofern der Freischneider oder die Motorsense gegebenenfalls schon vorzeitig beschädigt ist.
Der vollständige Text des Beschlusses der Europäischen Kommission zum Verbot des Inverkehrbringens von schlegelartigen Schneidwerkzeugen.
MULEW/Gartenbau-BG

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