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Warnung vor pflanzlichen Urlaubsmitbringseln

Pflanzen sollte und darf man nicht einfach so aus dem Ausland mit nach Hause bringen. Es besteht die große Gefahr, sich damit Schädlinge und Krankheiten in den heimischen Garten zu holen. Es gibt gesetzliche Ein- und Ausfuhrbestimmungen.

Knorrige Oliven, dekorativer Oleander, köstliche Weintrauben direkt von der Rebe – das unvergleichliche mediterrane Flair wird nicht zuletzt von der großartigen Vegetation des Südens beeinflusst. Die Versuchung liegt nahe, dieses wunderbare Urlaubsgefühl auch nach Hause in den eigenen Garten zu holen.

Dass das sehr gefährlich werden kann, weiß Gärtnermeister René Essel von den Bosman Baumschulen Wermelskirchen: „Pflanzen sollte und darf man nicht einfach so aus dem Ausland mit nach Hause bringen. Pflanzen aus dem Süden haben Schwierigkeiten mit dem deutschen Winter und kommen mit den andersartigen Böden hier oft schlecht zurecht. Auch besteht die große Gefahr, sich mit einem pflanzlichen Urlaubsmitbringsel Schädlinge und Krankheiten in den heimischen Garten zu holen. Es gibt gesetzliche Ein- und Ausfuhrbestimmungen, über die man sich im Vorfeld informieren sollte.“

Ein Beispiel aus Süditalien

Aktuell wütet beispielsweise Xylella in einigen Gegenden im Süden Italiens. Der aus Amerika eingeschleppte, auch als Feuerbakterium bezeichnete Krankheitserreger befällt derzeit vor allem die dortigen Olivenbäume. Die Auswirkungen von Xylella sind nicht immer sofort erkennbar, die ersten sichtbaren Schäden sind oft Vergilbungen und welke Triebe, die viele Ursachen haben können. Eindämmen lässt sich die Krankheit nur mit großräumiger Quarantäne und Abholzen der befallenen Bäume. Da Xylella viele Wirtsbäume hat und z.B. auch Obstbäume wie Pflaumen, Kirschen und Birnen befallen kann, wäre es äußerst fatal, wenn sich das Bakterium auch hierzulande ausbreiten würde.

Es gibt Alternativen

Für spezielle Pflanzen die einem im Urlaubsland gefallen, können Fachleute in Baumschulen oftmals vergleichbare Alternativen für den heimischen Garten besorgen. Die vor Ort gekauften Pflanzen sind frei von eingeschleppten Schädlingen, das Klima und den Boden in der Gegend gewöhnt und wachsen im Garten in der Regel sehr gut an, so Gärtnermeister René Essel.

Red./Bund deutscher Baumschulen

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