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Wangari Maathai †

Wangari Maathai †

In Kenia war sie als „Mutter der Bäume“ bekannt. Am 25. September ist Wangari Maathai im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Biologin erwarb als erste Frau in Ost- und Zentralafrika den Doktortitel und war auch als erste Frau Professorin an der Universität von Nairobi, wo sie Veterinäranatomie lehrte. Und als erste Afrikanerin wurde sie 2004 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Ihr Einsatz für Demokratie, die Rechte der Frauen und für die Umwelt hat ihr viele Auszeichnungen eingebracht, aber auch Gefängnisstrafen zu den Zeiten des früheren Staatschefs Daniel Arap Moi.
Von 1976 bis 1987 war Maathai Mitglied des Nationalen Frauenrats Kenias, den sie 1981 bis 1987 als Präsidentin leitete. Von 2002 bis 2007 war sie Mitglied des Parlamentes von Kenia, von 2003 bis 2005 war sie stellvertretende Ministerin für Umwelt in Kenia. 1977 gründete sie die „Bewegung Grüner Gürtel“ (Green Belt Movement; GBM). Aus dem Programm zur Pflanzung von Bäumen gegen Abholzung, Erosion und Wassermangel entstand schließlich eine der bekanntesten zivilgesellschaftlichen Frauenorganisationen mit dem Ziel, die Einhaltung der Menschenrechte, Gutes Regieren und friedlichen demokratischen Wandel mit dem Schutz der Umwelt zu verbinden und zu erreichen. Inzwischen wurden über 40 Mio Bäume in Afrika gepflanzt; daher Maathais Titel „Mutter der Bäume“. Maathai wird vom GBM zitiert mit: „Das Pflanzen von Bäumen ist das Pflanzen von Ideen. Indem wir mit der einfachen Handlung, einen Baum zu pflanzen, beginnen, schaffen wir Hoffnung für uns selbst und für künftige Generationen.“
 

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