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Wanderausstellung "Naturschutzgroßprojekt Bienwald" eröffnet

Wanderausstellung „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“ eröffnet

Umweltministerin Ulrike Höfken hat bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Naturschutzgroßprojekt Bienwald“ am 12. März im Umweltministerium die herausragende Bedeutung dieses Projekts für den Erhalt der großartigen Landschaft zwischen Pfälzerwald und Rheinauen sowie für die Menschen in der Region hervor gehoben: „Bis 2018 entsteht dort ein einzigartiger Naturerlebnisraum, in dem sich Schutz und Nutzung vorbildlich ergänzen. Extensive Land- und Weidewirtschaft, die Vermarktung regionaler Produkte und naturnaher Tourismus gehen Hand in Hand mit dem Erhalt der ursprünglichen Landschaft und der natürlichen Artenvielfalt“, sagte Höfken. Die Wanderausstellung trage in gelungener Weise dazu bei, das seit 2009 laufende Projekt über die Bienwald-Region hinaus bekannt zu machen.
Aufgrund seiner „gesamtstaatlich repräsentativen Bedeutung“ ist das Bienwald-Projekt in das Naturschutz-Förderprogramm des Bundes aufgenommen worden. Von den insgesamt elf Millionen Euro, die dort bis 2018 investiert werden, trägt der Bund 70 Prozent und das Land 20 Prozent. Für die restlichen Kosten kommen die Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße auf, die als Projektträger fungieren. „Dieses Geld dient dem Naturschutz, kommt aber auch den Menschen und der Region zugute“, betonte Ministerin Höfken. So seien vor Ort schon starke Impulse gesetzt worden, vor allem Kinder und Familien fühlen sich in dem Gebiet wohl, wo sie Ruhe genießen aber auch viel entdecken können: Naturlehr- und Erlebnispfade werden eingerichtet, Wander-, Rad- und Reitwege ermöglichen spannende Touren durch den Bienwald, entlang der Gewässer oder ins benachbarte Frankreich. Als eine zentrale Maßnahme innerhalb des Projekts werden im Kerngebiet mit Unterstützung von Landesforsten rund 1.680 Hektar Wald aus der forstlichen Nutzung herausgenommen. Diese Waldflächen sollen sich im Rahmen des Prozessschutzes selbst entwickeln und für Besucher als Naturwald unmittelbar erfahrbar werden.
Mehr als 300 Biotope gibt es in dem Naturschutzgebiet, von trockenen Dünen bis zu nassen Bruchwäldern reicht die Palette der Landschaften. Bis zu 60 Wildkatzen schleichen durch den Bienwald, über 140 Vogelarten brüten dort und über 2000 Käferarten sind bekannt. Höfken: „Diese Ausstellung macht Lust darauf, die überwältigende Flora und Fauna des Bienwalds zu erleben und die Zusammenhänge zwischen Natur und den verschiedenen Nutzungsarten kennenzulernen.“ Beispielhaft nannte die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin die Einbindung der Landwirte in das Naturschutzprojekt: Diese gewinnen durch die Zusammenlegung bislang zersplitterter landwirtschaftlich genutzter Flächen und neue Zufahrtswege, während die Artenvielfalt von neu entstehenden Gewässerrandstreifen profitiert.
 

Naturschutzgroßprojekt Bienwald

 
MULEWF

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