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Bei der Waldzustandserhebung wird auch der Zustand der Baumkronen untersucht.

Waldzustandserhebung startet in Rheinland-Pfalz

In den kommenden Wochen werden in ganz Rheinland-Pfalz rund 4.000 Bäume auf Schäden begutachtet. Der rheinland-pfälzische Umwelt- und Forststaatssekretär Thomas Griese besuchte Forstleute zu Beginn der Waldzustandserhebung.

Wie geht es dem Wald in Rheinland-Pfalz? Diese Frage beantwortet jährlich der Waldzustandsbericht. Das Ergebnis der beiden vergangenen Jahre war erschreckend und zeigt, wie die Klimakrise den Wäldern schadet. Seit Beginn der Waldzustandserhebung vor rund 35 Jahren waren noch nie zuvor so viele Bäume krank oder abgestorben. Auch dieses Jahr erwarten die Forstleute und Wissenschaftler der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) keine Besserung. Der Niederschlag in den zurückliegenden Wintermonaten reichte nicht aus, um die Sommertrockenheit aus den beiden letzten Jahren auszugleichen. Deshalb waren auch dieses Frühjahr zu Beginn der Vegetationsperiode die Böden vielerorts ausgetrocknet. Umwelt- und Forststaatssekretär Thomas Griese besuchte am heutigen Mittwoch die Forstleute bei der diesjährigen Erhebung an einem Inventurpunkt im Soonwald.

4.000 Bäume in drei Wochen

Nachdem die FAWF in der Vorwoche rund 25 Forstleute entsprechend schulte, werden diese in den kommenden drei Wochen rund 4.000 Bäume landesweit sowie im Saarland unter die Lupe nehmen. „Wer durch unsere Wälder geht, sieht die braunen Blätter und roten Nadeln abgestorbener Bäume. Es ist wichtig, dass die Forstleute diese Waldschäden systematisch erfassen, um daraus abzuleiten, wie sie den Wald unterstützen können und welche Baumarten künftig geeignet sind“, so Griese.

Die Forstleute erfassen bei der Waldzustandserhebung Dürreschäden, Fraßschäden von Insekten sowie Pilzbefall. Auch wird eingeschätzt, ob die Baumkronen eher dicht oder licht sind sowie ob Blätter und Nadel eventuell Verfärbungen aufweisen. Daran erkennt man beispielsweise, wie sich Luftschadstoffe auswirken. Die Forstleute untersuchen dabei stets die gleichen Bäume. So können sie feststellen, ob sich der Zustand des Waldes von Jahr zu Jahr verändert.

„Die Waldzustandserhebung ist eines der umfangreichsten und langfristigsten Umweltmonitoring-Programme und zeigt uns sehr deutlich, wie sich die Erderhitzung und die Belastung durch Abgase auf den Wald auswirkt“, erklärte Griese während seines Besuchs im Soonwald. Er wies darauf hin, dass die erhobenen Daten mehr seien als bloße Zahlen. Sie würden, so Griese, auf die Verletzlichkeit des Ökosystems Wald hinweisen.

Griese: „In Rheinland-Pfalz hätten wir rund 51.000 Arbeitsplätze weniger und rund ein Viertel mehr CO2 in der Luft, wenn es den Wald nicht geben würde. Daher müssen wir alles tun, um ihn zu erhalten. Das bedeutet: Jede und jeder von uns muss dazu beitragen, dass Klima zu schützen und beispielsweise auf erneuerbare statt auf fossile Energien setzen. Und wir brauchen kompetentes Forstpersonal, das den Wald mit klimaangepassten Waldbaustrategien unterstützt. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Landesforsten RLP und der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft danken.“

Quelle: MUEEF

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