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Waldzustandsbericht Rheinland-Pfalz 2013

Waldzustandsbericht Rheinland-Pfalz 2013

„Der Wald in Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2013 wieder leicht erholt. Besonders den wichtigsten heimischen Laubbaumarten Buche und Eiche geht es besser, als in den Jahren zuvor. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden hat sich insgesamt um 5 % auf 23 % verringert. Allerdings sind weiterhin 70 % der Waldbäume im Land geschädigt. Entwarnung geben können wir also keineswegs.“ Das verkündete Forstministerin Ulrike Höfken am 10. Dezember in Mainz bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2013. „Unsere Wälder sind in einem kritischen Zustand, weil den Bäumen neben den Luftschadstoffen zunehmend der Klimawandel zu schaffen macht“, sagte Höfken. Das bestätigen die Messdaten zum Waldzustand, die im Jahr 2013 zum dreißigsten Mal erhoben wurden.Die letzten drei Jahrzehnte waren zu warm und oft auch zu trocken für den Wald. Auch 2013 war es trotz des kühlen Frühjahrs zu warm. Die Landesregierung leiste daher ihren Beitrag zu Klimaschutz: „Um den Wald zu schützen, ersetzen wir die Klimakiller durch erneuerbare Energien, auch mit dem Ausbau der Windkraft. Und wir haben in den letzten beiden Jahren wichtige Weichen für einen gesunden, anpassungsfähigen Wald gesetzt. Neben der naturnahen Waldwirtschaft gehört dazu beispielsweise die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes und das Konzept zum Umgang mit Biotop-, Altbäumen und Totholz“, so Höfken. Auch der geplante Nationalpark im Land solle dazu beitragen. Hier könnten die Auswirkungen von Luftschadstoffen und klimatischer Veränderungen auf einen Wald ohne menschliche Bewirtschaftung beobachtet werden. Das liefere wertvolle Hinweise auf die natürliche Anpassungsfähigkeit heimischer Baumarten. Zudem werde dauerhaft ein Raum geschaffen, um die natürliche Vielfalt im Wald und seine Ökosysteme zu erhalten.Dank Luftreinhaltemaßnahmen sind die Belastung durch Schwefeldioxid, Säure und Schwermetalle seit den 1980er Jahren deutlich zurückgegangen. Auch das zeigten die dreißigjährigen Messreihen. Allerdings sind die Stickstoffeinträge nur wenig gesunken. Sie überschreiten nach wie vor Schwellenwerte (sogenannten Critical Loads), die der Wald vertragen kann. „Die Langzeitmessungen zeigen, wo Anstrengungen verstärkt werden müssen, denn die Stickstoffemissionen kommen aus Straßenverkehr und landwirtschaftlicher Tierhaltungen“, so die Ministerin. Die Landesregierung setze sich daher auf allen politischen Ebenen für die Verbesserung der Situation ein.Überblick über den aktuellen Zustand der wichtigsten Baumarten

  • Buche: Der Anteil der deutlichen Schäden ist um 7 % auf 33 % zurückgegangen. Der Anteil an Bäumen ohne sichtbare Schäden ist um 6 % auf 16 % angestiegen.
  • Eiche: Auch der Zustand der Eichen hat sich in 2013 verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume ist um 9 % auf 37 % zurückgegangen. 13 % der Eichen haben keine Schäden.
  • Die Fichte zeigt nur eine leichte Verbesserung ihres Zustandes. Der Anteil der deutlich geschädigten Bäume ist auf 21 % zurückgegangen. Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden hat sich um 3 % auf 37 % erhöht.
  • Bei der Kiefer hat sich der Gesundheitszustand leicht verbessert. Der Anteil an Bäumen mit deutlichen Schäden ging um 3 % auf 8 % zurück. 45 % der Kiefern sind ohne Schadmerkmale.

 

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