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BMEL: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2014 für Gesamtdeutschland, die das Bundeslandwirtschaftsministerium jüngst veröffentlicht hat, weisen im Durchschnitt aller Baumarten nur geringe Veränderungen bei den deutlichen Kronenverlichtungen (26 Prozent; 2013: 23 Prozent) auf. So ist der Kronenzustand der Kiefer unverändert geblieben, die Fichte weist eine leicht negative Tendenz auf. Der auffällige Anstieg der Kronenverlichtung bei der Buche von 35 auf 48 Prozent lässt sich durch die starke Eckernbildung (Fruktifikation) erklären. In Jahren, in denen die Buchen viele ihrer Früchte tragen, werden weniger Blätter gebildet und die Kronen sind entsprechend schütter. Bei den Eichen ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen von 42 Prozent auf 36 Prozent gesunken. Zugleich erhöhte sich der Anteil der Eichen ohne Kronenverlichtung um fünf Prozent auf 24 Prozent.Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 ist eine gegenläufige Entwicklung bei Laub- und Nadelbäumen zu beobachten. Während es bei den Laubbäumen einen Anstieg bei den deutlichen und mittleren Kronenverlichtungen gibt, hat sich der Kronenzustand von Kiefern und anderen Nadelbäumen verbessert. Bei der Fichte gibt es keinen deutlichen Trend.Insgesamt dient die Bewertung der Baumkrone als Indikator für den Zustand des Waldes. Die Abweichung von einem voll benadelten bzw. voll belaubten, gesunden Baum der jeweiligen Art (Kronenverlichtung) wird in mehreren Stufen ermittelt. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden der Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zugeordnet. Das entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Schadstufe 0 umfasst alle Bäume mit bis zu zehn Prozent Kronenverlichtung. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert der Kronenverlichtung aller untersuchten Bäume.Infos unter www.bmel.de.

BMEL

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