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Waldzustandsbericht 2014: Gute Umweltdaten für den niedersächsischen Wald

Waldzustandsbericht 2014: Gute Umweltdaten für den niedersächsischen Wald

Dem niedersächsischen Wald geht es so gut wie seit Langem nicht mehr. Vor allem die Schwefeleinträge, die als sog. saurer Regen den Bäumen und dem Waldboden zusetzten, sind deutlich auf dem Rückmarsch, sagte Niedersachsens Forstminister Christian Meyer zum am 3.11.2014 veröffentlichten Waldzustandsbericht 2014 der Landesregierung. Umweltpolitik und Ordnungsrecht hätten mit Vorgaben für die Rauchgasentschwefelung dauerhaft Wirkung gezeigt. Die ursprünglich hohen Schwefelwerte sind demnach kontinuierlich um 90 % zurückgegangen.
Ablesen lassen sich die verbesserten Umweltdaten auch an der Wasserqualität der untersuchten Waldbäche, an den Inhaltsstoffen der Fichtennadeln und der geringen Absterberate der Bäume. Unterstützt wird die Gesundung der Waldböden seit Jahren durch gezielte Kalkungen, die die sauren Einlagerungen kompensieren können.
„Unser Wald befindet sich in einer guten Ausgangslage“, sagte der Minister. „Aber wir haben weder die weiterhin viel zu hohen Stickstoffeinträge noch die weltweite Klimaerwärmung im Griff.“ Ziel müssten naturnahe und strukturreiche Mischwälder sein, so Meyer. „Denn sie bilden die stabilsten Bestände auch gegen Massenvermehrungen von Forstschädlingen. Und wo immer es der Standort ermöglicht, sollten dabei Laubbäume ein fester Bestandteil sein.“
Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen stellt den jährlichen Waldzustandsbericht mit ausführlichen Umweltdaten zusammen. Der ausführliche niedersächsische Waldzustandsbericht 2014 steht zum Download bereit.
 

Zum niedersächsischen Waldzustandsbericht 2014

 
ML Niedersachsen

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