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Waldzustandsbericht 2014 für Schleswig-Holstein

Waldzustandsbericht 2014 für Schleswig-Holstein

Der Waldzustandsbericht 2014 für Schleswig-Holsteins Wälder zeigt: Der laufende Umbau der Wälder von Reinbeständen hin zu stabilen, naturnahen und gesunden Mischwäldern wirkt sich bereits jetzt positiv auf den Gesundheitszustand aus. Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, wies bei der Vorstellung des aktuellen Waldzustandsberichtes unter anderem auf den hohen Anteil der Laubbäume in Schleswig-Holstein hin, der mit 65 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 45 % liegt.
Die mittlere Kronenverlichtung der Eiche, Fichte, Kiefer und die der anderen Laubbäume ist 2014 zurückgegangen, bei den anderen Nadelbäumen gab es kaum Veränderungen zum Vorjahr. Lediglich die Buche hat in diesem Jahr eine Zunahme der Kronenverlichtung von etwa 4 % zu verzeichnen. Das 10-jährige Mittel dagegen weist auch bei der Buche eine Verbesserung von 11 % auf. Damit liegt das Kronenverlichtungsniveau 2014 insgesamt deutlich unter den Werten des Jahres 2004, im dem der höchste Wert im Beobachtungszeitraum (32 %) erreicht wurde.
Mittlere Kronenverlichtung
Die Baumarten reagieren unterschiedlich auf die verschiedenen Einflussfaktoren. Die Entwicklung der Kronenverlichtung der Buche ist durch starke Schwankungen gekennzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr hat die mittlere Kronenverlichtung der älteren Buche (über 60 Jahre) um 4 % zugenommen und beträgt nun 27 %. Diese Entwicklung steht mit der Fruchtbildung in Zusammenhang. In 2014 wurde ein Anteil an fruktifizierenden Buchen von 56 % festgestellt. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um das 4,5-fache.
Der Verlauf der mittleren Kronenverlichtung der älteren Eiche (über 60 Jahre, im Jahr 2014: 25 %) wird beeinflusst durch die Populationsdynamik der Eichenfraßgesellschaft. Fraßschäden haben auch in diesem Jahr zu Belaubungsdefiziten der Eiche beigetragen. Diese sind aber gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Der Eichenprozessionsspinner spielt in den schleswig-holsteinischen Wäldern bislang keine Rolle.
Bei der älteren Fichte hält der positive Trend seit 2007 weiterhin an. Mit einer mittleren Kronenverlichtung von 24 % wird im Jahr 2014 zum zweiten Mal der niedrigste Wert seit Aufzeichnung erreicht.
Die ältere Kiefer (über 60 Jahre) zeigt im Beobachtungszeitraum Schwankungen auf. Sie hatte im Jahr 2004 ihren maximalen Verlichtungswert von 27 % erreicht. Seit dem zeigten die Werte bei der älteren Kiefer einen positiven Trend hin zum Ausgangswert (13 %). Im Jahr 2014 liegt die mittlere Kronenverlichtung bei der Kiefer über 60 Jahre bei 15 %.
Starke Schäden
Der Anteil starker Schäden für alle Baumarten und Alter (2,1 %) und die Absterberate (0,2 %) liegen auf einem insgesamt niedrigen Niveau.
Der Waldzustandsbericht ist online im Landwirtschafts- und Umweltportal Schleswig-Holstein eingestellt. Er kann ab im Internet als pdf-Datei heruntergeladen werden.
MELUR Schleswig-Holstein

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