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Waldzustandsbericht 2014 für Brandenburg

Waldzustandsbericht 2014 für Brandenburg

Der Zustand der Brandenburger Wälder ist im Jahr 2014 – trotz der der massiven Ausbreitung von Schadinsekten in den vorangegangenen zwei Jahren – gut.
Durch die flächendeckende Überwachung der Schadinsekten werden Massenvermehrungen rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen haben großflächige Schäden verhindert. Bei den Laubbäumen hat vor allem die Witterung zu einer weiteren Erholung geführt.
Die Daten der Waldzustandserfassung (WZE) werden vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde seit 1991 erfasst und ausgewertet.
Die Vitalität der Bäume spiegelt sich insbesondere im Zustand der Kronen wider. Aber auch andere Parameter wie z.B. die Intensität biotischer Schäden, Absterberate oder Fruktifikation werden seit einigen Jahren erfasst. Diese Parameter werden mit den deutlichen Schäden in einem Kronenzustandsindex zusammengefasst und ausgewertet. Die Angabe erfolgt auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (gefährdet). Neben den bisher bekannten Schadstufen ermöglicht der Kronenzustandsindex eine wesentlich bessere Einschätzung des Gesundheitszustandes des Waldes. Der Index liegt für das Jahr 2014 bei 2,1 und präsentiert damit ein positives Bild.
Hauptergebnisse
47 % der Waldflächen in Brandenburg sind ohne sichtbare Schäden. Das sind 6 % weniger als im Vorjahr. Keine Veränderung gab es bei den deutlichen Schäden (10 %).
Das Gesamtergebnis wird durch den Kronenzustand der Kiefer in Brandenburg dominiert. Durch die Massenvermehrung der Kiefernschadinsekten sind gegenwärtig nur 48 % der Kiefern ohne Schäden. Das sind 15 % weniger als noch im Jahr 2012. Solange kein Kahlfraß oder sogar mehrmaliger Kahlfraß auftritt ist das Ergebnis kein Grund zur Besorgnis, da die Kiefer über ein hohes Regenerationsvermögen verfügt. Dagegen weisen nur 8 % aller Kiefernkronen deutliche Schäden auf.
Erfreuliche Entwicklungen gibt es bei den Laubbäumen. Der Zustand der Eichen ist weiterhin nicht zufriedenstellend aber hat sich weiter verbessert. Die deutlichen Schäden haben sich gegenüber 2012 halbiert und liegen im Jahr 2014 bei 19 %. Dieser Wert wurde letztmalig im Jahr 2000 erreicht. Der Anteil ohne Schäden liegt jetzt bei 32 % und ist damit drei Mal so hoch wie noch 2012.
Für die Buche sind aufgrund der geringen Anzahl in der Stichprobe nur eingeschränkte Aussagen möglich. Aber es kann auch hier von einer auffälligen Erholung gesprochen werden. 2011 waren 33 % der Buchen stark geschädigt. 2014 beträgt der Anteil deutlicher Schäden nur noch 6 %.
 

Zum Waldzustandsbericht 2014 für das Land Brandenburg

 
MLUL Brandenburg

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