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Waldzustandsbericht 2018 für das Saarland veröffentlicht

Am 29. November wurde der Waldzustandsbereicht des Jahres 2018 für das Saarland veröffentlicht. Der extrem trockene und heiße Sommer setzte in diesem Jahr dem Wald schwer zu. Besonders die Fichte litt unter der Hitze. Dem Borkenkäfer boten sich beste Voraussetzungen für eine massenhafte Vermehrung.  Das führte zu einem deutlichen Ausfall dieser auch für die Bauindustrie wichtigen Baumart durch Zwangsnutzungen.

Allerdings war die Situation nicht für alle Baumarten gleichermaßen belastend. So sei etwa der Kronenzustand bei Buche und Kiefer gegenüber 2017 weitgehend unverändert. „Betrachten wir die gesamte Waldfläche des Saarlandes über alle Baumarten und Altersstufen, so ist keine dramatische Verschlechterung eingetreten“, stellte Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland, bei der Vorstellung der Waldzustandserhebung 2018 fest.

Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden erhöhte sich demnach um 3 Prozentpunkte auf 29 %. Der Anteil an Bäumen ohne sichtbare Schadmerkmale ist um 8 Prozentpunkte auf 21 % zurückgegangen. „Wir arbeiten im Saarland seit Jahren daran, unseren Wald auf den Klimawandel vorzubereiten. Unsere naturnahe Bewirtschaftung macht den Wald widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen. Wir setzen dabei auf einen baumarten- und altersgemischten Wald. Die SaarForst-Mitarbeiter pflanzen vermehrt klimaresistente Baumarten, um so den Wald dauerhaft zu erhalten“, erklärte Minister Jost.

Baumarten im Überblick

Buche: Die Buche ist im Saarland mit 23 % Flächenanteil die wichtigste Baumart und zugleich Leitbaumart der natürlich vorkommenden Waldgesellschaften. Das Schadniveau ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden (Schadstufe 0) ist gleich geblieben bei 22 %. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden (Schadstufen 2 bis 4) ist um 5 Prozentpunkte gesunken auf 29 % (Vorjahr 34 %).

Eiche: Die Eiche ist im Saarland mit einem Flächenanteil von 21 % vertreten. Ihr Kronenzustand hat sich 2018 erheblich verschlechtert. Der Anteil der Bäume ohne Schäden (Schadstufe 0) ist um 20 Prozentpunkte auf 11 % zurückgegangen. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden (Schadstufen 2 bis 4) ist von 22 % auf 41 % gestiegen.

Fichte: Die Fichte hat einen Flächenanteil von 16 %. Gegenüber dem Vorjahr ist der Kronenzustand der Fichte weitgehend unverändert geblieben. Allerdings wurde die Erhebung zum Waldzustand 2018 im Juli durchgeführt. Die bereits erwähnten Schäden durch Borkenkäferbefall wurden aber erst Ende September in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar. Insofern kann bei der Fichte von einer deutlichen Verschlechterung der Situation ausgegangen werden.

Kiefer: Die Kiefer hat landesweit einen Anteil von knapp 6 %. Bei der Kiefer ist der Kronenzustand nahezu unverändert. Der Anteil der Bäume ohne Schäden (Schadstufe 0) ist um 1 Prozentpunkt auf 39 % gesunken. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden (Schadstufen 2 bis 4) ist um 5 Prozentpunkte auf aktuell 9 % zurückgegangen.

Sonstige Baumarten: Darunter werden Esche, Birke, Lärche, Ahorn und Douglasie und weitere Arten zusammengefasst. Der Anteil der Bäume beläuft sich landesweit auf 34 %. Im Jahr 2018 war die Entwicklung der Kronenverlichtung bei den Nebenbaumarten unterschiedlich. Lärche, Birke und Ahorn haben sich in ihrem Kronenzustand verschlechtert, bei der Douglasie zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Bei der Esche ist keine Besserung in Sicht. Ursächlich für den weiteren Anstieg der Kronenschäden ist das zunehmend massive Auftreten des Eschentriebsterbens, das durch eine Pilzinfektion (Hymenoscyphus fraxineus) verursacht wird. Bei der aktuellen Erhebung wurden bei 56 % der Bäume Infektionsmerkmale festgestellt.

Zum Herunterladen der Waldzustandsbericht 2018

SaarForst

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