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Waldzustand 2010 für die Region Berlin-Brandenburg

Die Forstverwaltungen in Brandenburg und Berlin haben die Waldzustandserhebung 2010 abgeschlossen. Der bereits im Vorjahr erfasste sehr gute Kronenzustand hat sich bestätigt. Nahezu 60 % der Waldfläche sind ohne Schäden. Nur 7 % der Waldfläche sind von deutlichen Schäden betroffen.

Brandenburg

In Brandenburg kann gegenwärtig nicht von Waldschäden als großflächige Erscheinung gesprochen werden. Ein ähnlich guter Waldzustand war in Brandenburg zuletzt in der Periode 1998 bis 2001 aufgetreten. Dieses gute Ergebnis wird vor allem durch die Kiefer dominiert. Hier sind rund zwei Drittel der Fläche ohne sichtbare Schäden und nur 4 % zeigen deutlich geschädigte Kronen. Anders sieht es immer noch bei der Eiche aus. Die Eichen bleiben auch 2010 die am stärksten geschädigte Baumart. Der Anteil der Eichen ohne sichtbare Kronenschäden liegt gegenwärtig bei nur 23 %. Das sind 14 % weniger als noch 2009. Während die deutlichen Schäden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, gab es in der Schadstufe 1 einen Anstieg um 12 %. Die Eiche hatte im Jahr 2010 wieder stark unter dem Fraß des Eichenprozessionsspinners zu leiden; Befallsfläche und Fraßintensität haben zugenommen. Zur Verhinderung von Kahlfraß mussten 362 ha mit Insektiziden behandelt werden. Der Kronenzustand der Buchen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich besser. Eine repräsentative Aussage ist jedoch nicht möglich. Für die Gruppe der Laubbäume ist trotz der Entwicklung bei der Eiche seit 2004 insgesamt eine Verbesserung des Kronenzustands erkennbar. Dies deutet auf eine gegenwärtige Entspannung der Trockenstresssituation für die Gruppe der Laubbäume hin. In der Altersgruppe der bis 60-jährigen Laubbäume wurden 2010 gar keine deutlichen Schäden erfasst.

Berlin

Für den Gesamtbestand gab es 2010 gegenüber den Jahren 2008 und 2009 eine wahrnehmbare Verbesserung des Waldzustands. Nach dem durch den trocken-heißen Sommer 2003 der Waldzustand 2004 deutlich eingebrochen war, sind seit fünf Jahren leichte Verbesserungen des Waldzustandes zu verzeichnen. Der Zustand der Wälder in Berlin hat sich aber erst in diesem Jahr klar verbessert. Im Jahr 2010 weisen 27 % der Waldbäume keine Schadsymptome auf. Nur noch 24 % der Wälder sind deutlich geschädigt (5 % weniger als 2009). Bei den Kiefern sanken 2010 die deutlichen Schäden weiter auf nunmehr 16 %. Das sind 8 % weniger als 2008, aber immer noch viermal so viel wie in der Gesamtregion. Der Anteil der gesunden Kiefern (Schadstufe 0) stieg seit 2004 kontinuierlich auf 20 %. Der Kronenzustand der Eiche zeigt seit dem Hitzesommer 2003 eine deutliche Verschlechterung. Fast zwei Drittel aller Eichen wiesen zum Erhebungszeitpunkt deutliche Schäden auf. Gesunde Eichen (2 %) sind in Berlin kaum noch zu finden. Die Ursachen sind vor allem die Witterungsextreme der Jahre 2003 und 2006 sowie auch die Zunahme von Schadinsekten, insbesondere des Eichenprozessionsspinners.
MIL Brandenburg

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