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Waldwegenetz dem Klimawandel anpassen

Waldwegenetz dem Klimawandel anpassen

Mit der Zunahme von extremen Wetterereignissen steigt die Belastung nicht nur von Straßen und Schienen, sondern auch von Forstwegen. Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gehen für das Jahr 2050 von Straßenoberflächentemperaturen um die 65 °C aus, die zum Aufsprengen von Fahrbahnen führen können.
Aber vor allem zunehmende Starkregen, Sturm, Hangrutschungen und Überschwemmungen machen den Forstleuten und ihrer Verkehrsinfrastruktur zu schaffen.
  
Herausforderung für ThüringenForst
Knapp 5.000 km Waldwege allein im thüringischen Staatswald müssen widerstandsfähig gegen die Auswirkungen des Klimawandels gemacht werden. „Da Forstwege nicht nur der Pflege des Waldes und der Ernte des Holzes dienen, sondern auch als Wander-, Rad-, Reit- und Skiwege sowie als Rettungswege genutzt werden, ist die Anpassung zumindest der Hauptwegeverbindungen an den Klimawandel in den nächsten Jahren sehr wichtig“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Hauptpunkt ist dabei die Dimensionierung von Entwässerungssystemen, die Straßenbefestigung sowie die Häufigkeit der Wegeunterhaltung. Weil der forstliche Ökowegebau ausschließlich auf natürlichen, regional verfügbaren Baustoffen basiert und keine chemischen Zusatzstoffe wie Bitumen oder Asphalt kennt, ist dies für die Forstleute eine ingenieurtechnische Herausforderung.
Gleichzeitig könnten erhöhte Straßenoberflächentemperaturen im Wald auch Einfluss auf die Überquerbarkeit durch verschiedene Waldtierarten, insbesondere Insekten und Weichtiere haben.
Mittelfristig sieht Gebhardt millionenschwere Investitionen auf Waldbesitzer zukommen. Zur Beseitigung allein der Hochwasserschäden 2013 an Waldwegen und Ingenieurbauten der ThüringenForst-AöR mussten zusätzlich ca. 2 Mio. € aufgewendet werden.
ThüringenForst

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