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Österreich: Kleinwald liefert über 60 % des heimischen Holzes

Die vom Lebensministerium veröffentlichte Holzeinschlagsmeldung für das Jahr 2011 weist einen Gesamteinschlag von 18,7 Mio. Erntefestmeter (Efm) auf und unterstreicht erneut die große Bedeutung der heimischen Kleinwaldbesitzer (Waldflächen <200 ha).
Rudolf Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, über die nachweislichen Erfolge bei der Bereitstellung zusätzlicher Holzmengen: „Nur der Kleinwald hat einen Mehreinschlag getätigt und damit vorbildlich auf die Nachfrage der Holzabnehmer und die positive Preisentwicklung reagiert. Hätten sich die Rahmenbedingungen am Holzmarkt in der zweiten Jahreshälfte nicht eingetrübt, wäre ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen. Mit einem Rekordanteil von knapp 61 % am Gesamteinschlag ist der Kleinwald mit Abstand größter Holzlieferant.“

Mit 11,34 Mio. Efm und einem Plus von 11,4 % gegenüber dem Jahr 2010 ist ausschließlich dem Kleinwald die erneute Steigerung des Holzeinschlages gut zu schreiben. Dies ist umso beachtlicher, weil der Anteil an Schadholz durch Borkenkäferbefall oder Sturm in dieser Besitzkategorie um 25 % zurückgegangen ist. Beachtlich ist mit rund 2,45 Mio. Efm der hohe Eigenverbrauch beim Energieholz. Die Steigerungen beim Industrieholz (+12,6 %) und beim Energieholz (+13,9 %), die dem Markt zur Verfügung gestellt wurden, halten sich in etwa die Waage.

„Die deutliche Steigerung der Holznutzung im Kleinwald hat sich bereits während des Jahres bei den vermarkteten Holzmengen der Waldverbände angekündigt. Diese alleine liegen mit einem Plus von 17 % noch einmal deutlich über der Steigerung des gesamten Kleinwaldes. Dies beweist einmal mehr das zusätzliche Mengenpotenzial des über die Waldverbände organisierten Kleinwaldes. Dies wird von immer mehr Marktpartnern erkannt, wodurch auch zunehmend engere Kooperationen eingegangen werden“, betont Rosenstatter.

Den Grund für diese positive Entwicklung und bedarfsgerechte Einschlagerhöhung erkennt Rosenstatter in den intensiven Beratungsaktivitäten der Landwirtschaftskammern sowie Kunden orientierten Dienstleistungsangeboten der Waldverbände. Die Mittel aus der Ländlichen Entwicklung wie zum Beispiel Investitionen in eine verbesserte Walderschließung, Weiterbildung, Information und Optimierung der Logistik sind bestens eingesetzt und tragen wesentlich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Forstwirtschaft bei. Zur Weiterführung dieser Erfolgsgeschichte ist eine Steigerung der Dotierung dieser Maßnahmen im zukünftigen Programm Ländliche Entwicklung 2014+ absolut notwendig, fordert Obmann Rosenstatter. 

Waldverband Österreich

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