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Exkursion durch das Revier Eibenstock. Foto: T. Peters

Waldumbau wird im Forstbezirk Eibenstock erfolgreich umgesetzt

Am 6. Juni besuchten Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Sachsen, sowie Waldfreunde der Stiftung Wald für Sachsen den Forstbezirk Eibenstock. Auf einer Exkursion durch das Revier Eibenstock wurde den Teilnehmern an einigen Exkursionspunkten das waldbauliche Handeln beim Waldumbau weg von Fichtenreinbeständen hin zu naturnahen Mischwäldern aus Weißtanne, Rotbuche und Fichte nähergebracht.
Der Forstbezirksleiter Stephan Schusser sowie der Revierleiter Andreas Pommer erläuterten zunächst die Notwendigkeit des Waldumbaus in Zeiten des Klimawandels. Stürme und Insektenkalamitäten setzen den Fichtenwäldern im Erzgebirge zu und führen zu einem hohen Anfall von Schadholz.
Gemischte Wälder sind stabiler gegen Klimaextreme
Im Revier Eibenstock wurde bereits vor 25 Jahren mit dem Waldumbau begonnen. Zunächst wurden die stark überhöhten Rotwildbestände reduziert. Trotz der hohen Abschusszahlen konnten die Mischbaumarten in den ersten Jahren nur mit Zaunschutz angebaut werden. Dies verursachte sehr hohe Kosten für den Bau und die Unterhaltung der Zäune. Durch die dauerhafte konsequente Bejagung ist es heute möglich, im Revier Eibenstock Weißtanne, Rotbuche und weitere Mischbaumarten ohne teure Schutzmassnahmen zu pflanzen. Der Wildbestand hat ein waldverträgliches Niveau erreicht und muss durch Bejagung auf diesem Niveau gehalten werden.
Es war für alle Exkursionsteilnehmer spannend, den Erläuterungen der Förster zu folgen und die beeindruckenden Waldbilder zu sehen.
Waldumbau nur mit angepassten Wildbeständen
Am Schluss der Exkursion waren sich die Teilnehmer einig, dass ein flächiger Waldumbau nur mit angepassten Wildbeständen funktionieren kann. Rückwärtsgewandte Diskussionen, bezüglich des Rotwildes, die im Moment geführt werden, könnten die Ziele des Waldumbaus gefährden und müssen versachlicht werden.
Außerdem sind engagierte Forstleute vor Ort notwendig, welche langfristig und mit hoher Kompetenz die waldbaulichen Maßnahmen umsetzen.
Beispielgebend für alle Waldeigentumsarten
Die Strategie des Waldumbaus im Forstbezirk Eibenstock sollte beispielgebend für die Waldbewirtschaftung über alle Waldeigentumsarten über den Freistaat Sachsen hinaus sein, so Sebastian Kuntzsch, Landesgeschäftsführer der SDW Sachsen.
SDW, Landesverband Sachsen
Exkursion durch das Revier Eibenstock. Foto: T. Peters Exkursion durch das Revier Eibenstock. Foto: T. Peters

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