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Einfluss unterschiedlicher Hiebsformen auf das Wachstum junger Buchen und Douglasien aus Pflanzung

Quelle: Forstarchiv 81: 2, 40-52 (2010)
Autor(en): PETRITAN IC, VON LÜPKE B, PETRITAN AM

Kurzfassung: In zwei rund 90-jährigen Fichtenbeständen im südniedersächsischen Soiling (Revierförstereien Neuhaus und Otterbach) auf ziemlich gut nährstoff- und wasserversorgten Lösslehmen legte die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) einen großflächigen Hiebsformenversuch mit den Varianten Zielstärkennutzung, Saumschlag und Kahlschlag an. Die im Frühjahr 2004 gepflanzten Buchen und Douglasien wurden im Herbst 2007 nach vier Vegetationsperioden gemessen, um den Hiebsformeneinfluss auf Wachstum, Biomasse und Qualität der Jungpflanzen zu quantifizieren. Die Hauptergebnisse sind Die Kahlschläge boten beiden Baumarten die besten Jugendwachstumsbedingungen. Die Buchen wiesen ein vergleichbar gutes Wachstum auch auf dem Saumschlag auf. Vier Jahre nach der Pflanzung zeigten die Douglasien auf allen Hiebsformen ein besseres Wachstum als die Buchen. Die Überlegenheit war auf den Hiebsformen Saum- und Kahlschlag stärker ausgeprägt. Bei einer relativen Beleuchtungsstärke von unter 1 5 % TSF (Total Site Factor als gesamte photosynthetisch aktive Strahlung am Standplatz der Versuchspflanzen in Prozent der Strahlung einer freien Fläche) in Otterbach bzw. unter 25 % TSF in Neuhaus zeigten die Buchen im Jahr 2007 etwas höhere Zuwächse als die Douglasien. Oberhalb der genannten Werte wiesen die Douglasien eine zunehmende Überlegenheit auf. Die Buche besaß unter den schattigen Bedingungen auf den Zielstärkennutzungsvarianten eine mäßig plagiotrope Wuchsform und eine leicht größere Neigung zur Zwieselbildung. Die Aststärken der Douglasien waren beim gleichen Stammdurchmesser auf den Kahlschlägen um ca. 1 mm größer als auf den Zielstärkennutzungsflächen. Während der Höhenzuwachs mit einer Zunahme der Beschattung von allen Messgrößen am wenigsten reduziert wurde, nahm das Gesamttrockengewicht sehr deutlich von den Kahlschlag- zu den Zielstärkennutzungsflächen ab. Die Biomasseverteilung schien mehr von der Höhe der Jungpflanzen als von der Strahlung beeinflusst zu sein, allerdings waren die beiden Einflussgrößen stark miteinander korreliert. Die morphologischen Merkmale spezifische Blatt/Nadelfläche (SLA, Blatt/Nadelfläche pro Blatt/Nadelmasse, in cm2 g_1) und Blatt/Nadelflächenverhältnis (LAR, Blatt/Nadelfläche eines Baumes je Einheit gesamte Baummasse, in cm2 g-1) nahmen von den Zielstärkennutzungen zu den Kahlschlägen deutlich ab


Influence of different cutting types on growth of planted beech and Douglas fir saplings

Abstract: In two 90-year-old spruce stands in the Lower Saxony Soiling (forest districts Neuhaus and Otterbach) on loess soils with fairly good nutrient and water supply the Northwest German Forest Research Station established a large-scale and long-term logging system experiment, with the variants target diameter cutting, strip cutting and small-scale clear cutting. After cutting the experimental units were planted with beech and Douglas-fir saplings in spring 2004. After four growth periods saplings were measured in autumn 2007 to quantify the influence of logging system type on growth, biomass and quality of seedlings. The main results are: The clear cutting variant provided the best growing conditions for both species. However, beech exhibited a comparably good growth on the strip cutting variant. Four years after planting, Douglas fir showed better growth than beech on all logging system types. The superiority was more pronounced on the more open and brighter variants strip and clear cutting. Below 1 5 (Otterbach) and 27 (Neuhaus) % TSF (Total Site Factor as photosynthetically active radiation in percent of above canopy radiation), in 2007 beech showed a greater height growth than Douglas fir; above these values Douglas fir overtopped beech at a progressive rate. Under target diameter cutting, which is the shadiest variant of the experiment, beech showed a moderate plagiotropy and a slightly greater tendency to fork. Given the same stem diameter, Douglas-fir mean branch diameter responded only weakly to overstory conditions, e. g. it was only ca. 1 mm greater on clear cutting than on target diameter cutting variants. With increasing shade, of all measured variables height growth was reduced least, whereas total dry mass decreased considerably from clear to target diameter cutting variants. Biomass distribution seemed to be more affected by tree size than by cutting variants, but both factors were strongly correlated. The morphological indices of specific leaf area (SLA, leaf surface area per leaf mass, cm2 g-1) and leaf area ratio (LAR, total leaf area per total plant mass, cm2 g_1) decreased clearly from target diameter to clear cutting variants.

© DLV München

 

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