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„Waldstrategie2020“ für Sachsen-Anhalt vorgestellt

„Waldstrategie2020“ für Sachsen-Anhalt vorgestellt

Holz ist in Sachsen-Anhalt ein Rohstoff mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung, der nach Auffassung des Landesbeirates Holz auch in Zukunft gesichert zur Verfügung stehen muss. Petra Heise, Vorsitzende des Landesbeirates Holz hat am 14. Februar dem Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Hermann Onko Aeikens, ein entsprechendes Thesenpapier mit dem Titel „Waldstrategie2020“ übergeben. „Das Papier will mit seinen kritischen Aussagen in verschiedenen Bereichen Diskussionen anschieben und Veränderungen in der Wahrnehmung der Wälder und des Rohstoffes Holz bewirken“, sagte Petra Heise bei der Vorstellung des Konzeptes.
Auf den Titel „Waldstrategie 2020“ bezugnehmend, unterstrich Aeikens, dass der Wald und die Forstwirtschaft nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch davon direkt betroffen sind: „Mit dem steigenden Risiko von Schadereignissen durch den Klimawandel müssen wir auf die Sicherung der Ressource Holz vorbereitet sein. Die Handlungsvorschläge des Landesbeirates Holz sind eine gute Diskussionsgrundlage. Sie beziehen sich nicht nur auf die Holzversorgung, sondern auch auf die Erhaltung der Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes in Sachsen-Anhalt bis hin zur Forstpolitik, zum Beispiel der Verbesserung von Rahmenbedingungen für den privaten Waldbesitz.“
Der Landesbeirat Holz Sachsen-Anhalt wurde im Jahr 2004 gegründet. Er ist Plattform des Austausches verschiedener Akteure der stofflichen und energetischen Holznutzung und berät das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt bei politischen und technischen Fragestellungen. Die vom Ministerium berufenen Mitglieder kommen überwiegend aus dem Waldbesitz, der Forstwirtschaft und der holzverarbeitenden Industrie. Hauptziel des Landesbeirates Holz ist die Förderung der Verwendung heimischen Holzes. Eine weitere Aufgabe ist die Durchführung von Projekten und Maßnahmen mit dem Ziel, die Akzeptanz des Werkstoffes Holz weiter zu erhöhen. Sachsen-Anhalt ist der Standort des größten Zellstoffwerkes Deutschlands, zweier moderner Holzwerkstoffproduzenten und eines modernen Großsägewerkes, deren wirtschaftliche Leistung überwiegend im ländlichen Raum liegt. In Sachsen-Anhalt ist etwa jeder 30. Beschäftigte in der Forst- bzw. Holzwirtschaft tätig – insgesamt 18.000 Menschen.
Das Positionspapier „Waldstrategie2020“ des Landesbeirates Holz ist im Internet unter www.landesbeirat-holz-sachsen-anhalt.de einsehbar.
MLU

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