Forstpolitik

Waldschäden in der Ukraine: Özdemir kündigt Hilfen an

Bearbeitet von Carolin Föste

Nach über einem halben Jahr Krieg in der Ukraine, klimabedingt anhaltender Hitze und Trockenheit hat es in der Ukraine etliche Waldbrände sowie kriegsbedingte Schäden für die Forstwirtschaft gegeben. Damit steht das Land vor aufwendigen Wiederaufbaumaßnahmen im Wald. FOREST EUROPE kündigte jetzt Hilfen an.

Wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einer aktuellen Meldung bekanntgab, hat Bundesforstminister Cem Özdemir Unterstützungspläne für die Ukraine initiiert. Zu dem gesamteuropäischen Ministerprozess „FOREST EUROPE“, das bereits seit 1990 besteht, zählen 44 Mitgliedsstaaten. Den aktuellen Vorsitz hat Özdemir inne. Beim gestrigen Treffen war er per Videobotschaft zugeschaltet. Formuliert wurden die Ziele, die kriegsbedingten Forstschäden in der Ukraine zu erfassen, notwendige Wiederaufbaumaßnahmen festzustellen und während und nach Kriegsende Maßnahmen zu ergreifen, um die geschädigten Wälder zu reparieren.

Ukraine braucht Bau- und Energieholz als Einkommen

Waldbrände seien diesjährig in der Ukraine vielfach durch Kriegshandlungen ausgelöst worden. Helfende Maßnahmen seien auch für andere Staaten wichtig, da die Ukraine über den neuntgrößten Waldanteil Europas verfüge. „Russlands völkerrechtswidriger Angriffskrieg hinterlässt eine Schneise der Zerstörung. Europas Solidarität gilt uneingeschränkt der Ukraine. Ich bin froh, dass wir die Ukraine auch im Waldbereich unterstützen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Schutz des Klimas, der Umwelt und der Biodiversität, der über die Ukraine hinaus wirkt und letztlich uns allen zugutekommt. Und wir helfen den Menschen vor Ort: Holz wird dort zum Heizen verwendet und ist eine wichtige Einkommensquelle und dient dort wie auch in anderen europäischen Ländern unter anderem als Baumaterial“, so Özdemir.

Die Ukraine solle durch die unterzeichnenden Staaten sowie durch internationale Organisationen unterstützt werden. FOREST EUROPE sei die ideale Plattform, um dieses Vorhaben zu planen und umzusetzen, so der Minister.

Quelle: BMEL