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Waldschäden: Bundesministerium veröffentlicht aktuelle Zahlen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat aktuelle Zahlen zu den Waldschäden veröffentlicht, die seit Beginn des Jahres 2018 in Deutschland entstanden sind – durch Stürme, die extreme Dürre, Waldbrände und den Borkenkäferbefall.

Auf Grundlage der Daten für die vergangenen beiden Jahre sowie der zu erwartenden Schäden für das laufende Jahr geht das Ministerium von einem Schadholzanfall von 160 Mio. m³ und einer Fläche von 245.000 ha aus, die wiederbewaldet werden müssen. Bei der vergangenen Erhebung im Spätsommer 2019 beliefen sich die zusammengetragenen Daten und Schätzungen aus den Ländern auf 105 Mio. m³ Schadholz und 180.000 ha. Regionale Schwerpunkte der Schäden liegen vor allem in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen.

Schätzungen zum Schadholzanfall

Bei den Bundesländern Anfang 2020 erfragte Schätzungen zum Schadholzanfall seit 2018: Schadflächen in Hektar im Ländervergleich. Quelle: BMEL, 26.2.2020
Bei den Bundesländern Anfang 2020 erfragte Schätzungen zum Schadholzanfall seit 2018: Schadholzmenge in Kubikmetern im Ländervergleich, 2018 erkannt. Quelle: BMEL, 26.2.2020
Bei den Bundesländern Anfang 2020 erfragte Schätzungen zum Schadholzanfall seit 2018: Schadholzmenge in Kubikmetern im Ländervergleich, 2019 erkannt. Quelle: BMEL, 26.2.2020
Bei den Bundesländern Anfang 2020 erfragte Schätzungen zum Schadholzanfall seit 2018: Schadholzmenge in Kubikmetern im Ländervergleich, 2020 erwartet. Quelle: BMEL, 26.2.2020
Bei den Bundesländern Anfang 2020 erfragte Schätzungen zum Schadholzanfall seit 2018: Schadholzmenge in Kubikmetern im Ländervergleich, Summe 2018, 2019 und 2020 erwartet. Quelle: BMEL, 26.2.2020

Die Schadenszahlen sind das Ergebnis der bei den Ländern erfragten Schätzungen Anfang 2020. Angesichts der Dynamik der Schadensentwicklung werden die Angaben möglicherweise im Verlauf des Jahres angepasst werden müssen. Großen Einfluss auf die Schadentwicklung wird die Witterung der nächsten Monate haben.

Das BMEL arbeitet seit längerem an der nachhaltigen Weiterentwicklung der Wälder. Ein langfristiger, aber erfolgreicher Prozess. Bereits die Bundeswaldinventur von 2012 – diese Erhebung gibt es alle zehn Jahre – belegt, dass die Wälder in Deutschland insgesamt vorratsreicher, älter, naturnäher und gemischter geworden sind. Die nächste Waldinventur hat Bundesministerin Klöckner bereits in Auftrag gegeben.

Umsetzung der Hilfen ist nun Ländersache

Auf Initiative von Bundeswaldministerin Julia Klöckner stehen für die kommenden vier Jahre allein in der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) 480 Mio. € zusätzliche Bundesmittel für den Wald bereit – mit Co-Finanzierung der Länder sind es knapp 800 Mio. €. Mit dem Geld unterstützt werden soll der Abtransport von Schadholz, Wiederaufforstungen und die Fortführung des Umbaus zu klimaangepassten Mischwäldern.

Die Ministerin hatte im September 2019 zu einem Nationalen Waldgipfel eingeladen, um wichtige Anpassungen im Förderbereich der GAK zusammen mit Verbänden, Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis zu diskutieren. Diese wurden im Dezember 2019 verabschiedet. Die Umsetzung der entsprechenden Förderrichtlinien ist nun Sache der Bundesländer. Mit ihren Bewilligungs- und Kontrollbehörden müssen sie dafür Sorge tragen, dass die Mittel zügig bei den betroffenen Waldbesitzern ankommen.

Das Bundesministerium hat zudem die Notifizierung der Hilfen bei der Europäischen Kommission auf den Weg gebracht. Das ist ein notwendiger Schritt, damit betroffene Waldeigentümer auch größere Fördersummen in Anspruch nehmen können.

Red./Quelle: BMEL

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