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Waldpädagogikzentrum Wisentgehege mit neuem Gebäude

Waldpädagogikzentrum Wisentgehege mit neuem Gebäude

Anfang Dezember eröffneten Forstministerin Astrid Grotelüschen und Landesforsten-Präsident Dr. Klaus Merker das neue Gebäude des Waldpädagogikzentrums (WPZ) Wisentgehege. Es trägt den Namen „Heinz-Sielmann-Haus“ zu Ehren des verstorbenen Tierforschers und –filmers. Seine Ehefrau Inge Sielmann enthüllte am 1. Dezember zusammen mit Ministerin Grotelüschen das Gebäudeschild. „Ich freue mich“, so die Ministerin, „jetzt auch in der Region Hannover ein modernes Gebäude für die Umweltbildung seiner Bestimmung übergeben zu können. Im Zeitalter zunehmender Naturentfremdung bieten die Landesforsten hier unseren Kindern ein praxisnahes und spannendes Bildungsangebot.“
Das in Holzrahmenbauweise erstellte Gebäude ist mit einer Holz-Pellets-Heizung ausgestattet. Ein heller Seminarraum und ein eigener Experimentierbereich bieten optimale Lernvoraussetzungen für Gruppen in Klassengröße. Merker sieht die Vorteile des Standortes: „In unmittelbarer Nachbarschaft zu allen heimischen Tierarten können die Kinder und Jugendlichen hier auf anschauliche Weise die Wildtiere in ihrem Lebensraum erleben.“ Die Landesforsten haben 475.000 Euro in das neue Gebäude investiert und unterstreichen damit die wichtige Bedeutung des Standortes Springe für ihre Waldpädagogik in der Region Hannover. Insgesamt betreiben die Landesforsten 10 Waldpädagogikzentren in Niedersachsen.
Das WPZ Wisentgehege hat seine Ursprünge in der 1986 gegründeten „Gehegeschule“, diese wurde zum 1. Januar dieses Jahres in das WPZ integriert, um die Bildungsarbeit der Landesforsten in der Region Hannover/Hildesheim zu stärken. Am Standort in Springe nehmen jährlich bis zu 20.000 Kinder und Jugendliche an den verschiedenen Angeboten teil.
Umweltbildung der Landesforsten  Niedersachsen
Die Umweltbildung der Landesforsten wird ab dem Jahr 2010 zentral aus 10 Waldpädagogikzentren (ehemals Jugendwaldheime) heraus gesteuert und orientiert sich an speziellen Bildungsregionen in Niedersachsen. Das bewährte und beliebte Waldpädagogikangebot wird weiterentwickelt und dadurch vielfältiger. Viele der zukünftigen Module richten sich am Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aus.
Waldpädagogikzentren und Walderlebniseinrichtungen bilden den Schwerpunkt der vielfältigen Bildungsaktivitäten und sind zukünftig besser miteinander vernetzt. Wissen und Praxis im Umgang mit Wald und Natur werden dort erlebt, gelehrt und gelernt. Es geht um ein umfassendes Naturverständnis und den Erwerb von Kompetenzen. Die Niedersächsische Landesforsten nutzt künftig noch mehr Ihr eigenes Potential Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem Nachhaltigkeitsbegriff vertraut zu machen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur als Ressourcennachhaltigkeit zu vermitteln, sondern auf ein ganzheitliches Verständnis mit gleichrangiger Gewichtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte hinzuarbeiten. Damit finden die aus dem Agenda21-Prozess stammenden Leitbilder der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Soziales Lernen künftig Eingang in die Bildungsarbeit der Landesforsten.
Die Kinder und Jugendlichen können in den Waldpädagogikzentren Halbtages-, Tages- und Mehrtagesangebote nutzen. Das Rückrat der forstlichen Umweltbildungsarbeit bildet der mehrtägige Aufenthalt. Hier verbringen Gruppen bis zu zwei Wochen in den Einrichtungen, die meist direkt im Wald liegen. Diese Angebote eröffnen die einzigartige Möglichkeit, ökologisch sinnvolle Arbeit, Umweltbildung und Soziales Lernen zu kombinieren. Es ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte für das Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Infos:

Landesforsten Niedersachsen

 
NLF

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