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Waldpädagogikpreis „Ecki“ in Thüringen überreicht

Waldpädagogikpreis „Ecki“ in Thüringen überreicht

Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat am 4. Oktober im Thüringer Landtag gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Thüringen, Matthias Wierlacher, den Walpädagogikpreis „Ecki“ für besonderes Engagement in der Umweltbildung verliehen.
Der erste Preis ging an die Staatliche Ganztagsgrundschule Uhlstädt, der zweite an den Revierleiter im Revier Rieth, Helmut Leipold. Leipold kümmert sich in seinem Revier um den Walderlebnispfad „Nonnenholz“. Spielerisch können sich Kinder und Erwachsene dort mit Dingen im Wald beschäftigen. Der dritte Preis geht an die Staatliche Grundschule Greußen und Frank Spundflasch, der sich ehrenamtlich für gemeinsame Projekte mit der Greußener Schule engagiert. Mit der Auszeichnung der SDW Landesverband Thüringen e.V., ist ein Preisgeld zwischen 1.000 und 250 Euro verbunden.
Ziel des Waldpädagogikpreises ist es, die Bedeutung der Waldpädagogik bei der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen hervorzuheben. Waldpädagogik ist „waldbezogene Umweltbildung“ und umfasst vielfältige Lernprozesse im Lebensraum Wald. Kinder und Jugendliche werden durch Waldpädagogik in die Lage versetzt langfristig, ganzheitlich und vor allen Dingen verantwortungsvoll und zukunftsfähig zu denken und zu handeln. Dabei darf Waldpädagogik sich dabei nicht auf die reine Wissensvermittlung beschränken. Das Wissen muss mit dem eigenen Erleben im Wald verbunden werden, so dass eine nachhaltige pädagogische Wirkung möglich ist und der Naturentfremdung entgegengewirkt wird. Die Waldpädagogik wird sich in der Zukunft zweifellos als erfolgreiche und nachhaltig wirksame Entwicklung mit großer Bedeutung erweisen. Ziel ist es mit der Auslobung des Waldpädagogikpreises mehr Thüringer Kindern und Jugendlichen die Chance zu geben ein positives Verhältnis zur Natur aufzubauen, Tieren und Pflanzen neu zu begegnen und die Zusammenhänge in der Natur zu entdecken.

Rückblick auf die Waldjugendspiele
 
Die Preisverleihung war zugleich Abschluss und Rückblick auf die Waldjugendspiele in diesem Jahr. Von Anfang Mai bis Mitte September nahmen fast 10.000 Kinder aus über 500 Schulklassen an den Waldjugendspielen in den Thüringer Forstämtern teil. Das ist die höchste Teilnehmerzahl seit Beginn der Spiele 1993, die sich seither verachtfacht hat. Insgesamt haben seit 1993 über 110.000 Kinder aus 5.700 Klassen teilgenommen. „Die Waldjugendspiele sind inzwischen zum festen Bestandteil der Waldpädagogik unserer Forstämter geworden“, so Minister Reinholz. Nutzung kennen. Die Arbeit mit der jungen Generation ist sehr wichtig, denn nur was man kennt, wird man später auch schützen und bewahren sowie verantwortungsvoll und nachhaltig
„Die Waldjugendspiele sind ein exzellenter Beitrag zur Umweltbildung. Kinder und Jugendliche lernen auf spielerisch-sportliche Art und Weise den Lebensraum Wald und seine vielfältige nutzen“, sagte Minister Reinholz. Der Landesverband der SDW e.V. organisiert die waldpädagogischen Spiele gemeinsam mit dem Thüringer Umweltministerium und Bildungsministerium. Mittlerweile sind sie zum erfolgreichen Exportprodukt geworden: im Jahr 2009 gab es erstmals auch Waldjugendspiele in Rumänien.
 
TMLFUN/SDW LV Thüringen

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