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Waldpädagogik in Thüringen

Waldpädagogik in Thüringen

Thüringens Forstministerin Birgit Keller zeichnete anlässlich der 20. Waldjugendspiele im Thüringer Forstamt Gehren am 2. Juni die Gewinnermannschaften der insgesamt 150 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus.

ThüringenForst wird allein dieses Jahr an seinen 24 Forstamtsstandorten insgesamt knapp 10.000 Kindern einen Tag im „grünen Klassenzimmer“ bieten. „Für das erfolgreiche waldpädagogische Konzept der Landesforstanstalt sind motivierte und qualifizierte Mitarbeiter notwendig“, so Ministerin Keller. „Die Aktivitäten rund um die Waldjugendspiele sind dafür landesweit beispielgebend. Ziel ist es, auch künftig Projekte der Umweltbildung für einen möglichst breiten Kreis anzubieten.“
Seit 1992 werden Kinder waldpädagogisch geschult
Mit der Einführung der Waldjugendspiele im Jahr 1992 wurden insgesamt rund 155.000 Schülerinnen und Schüler, vorwiegend der vierten Klassenstufe, auf spielerische Art und Weise an die Wissensfelder Natur, Wald, Forstwirtschaft und Jagd herangeführt. Schon früh wurde das wald- und umweltpädagogische Konzept durch das Thüringer Kultusministerium in die Lehrpläne integriert. Zunehmend wurden auch Kinder mit Handicap beteiligt, so dass Kinder ohne und mit Behinderung gemeinsam Naturerlebnisse riechen, hören und fühlen können.
 
Netzwerk zertifizierter Waldpädagogen
„Seit Jahren lässt ThüringenForst geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu zertifizierten Waldpädagogen ausbilden und verfügt damit thüringenweit über das größte Netzwerk dieser Art“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Diese Forstbeschäftigten werden durch regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen auf einem aktuellen pädagogischen Niveau gehalten.
Gleichzeitig hat ThüringenForst mit weiteren Partnern wie etwa der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen, und dem Netzwerk „Forstliche Umweltbildung“ solide fachliche Unterstützung zur Umsetzung auch größerer forstlicher Umweltbildungsprojekte. So sollen in den nächsten Jahren weitere Angebote entwickelt und bestehende in noch höherer Qualität ausgebaut werden.
Weitere waldpädagogische Projekte folgen
Vor zwei Jahren hat das Forstamt Gehren zusammen mit der Oberweißbacher Bergbahn und der Stadt Oberweißbach an der Bergstation Lichtenhain den „Fröbelwald“ initiiert, ein landesweit beachtetes Umweltbildungsangebot. Mit seinen drei Jugendwaldheimen in Nord-, Mittel- und Ostthüringen, vor wenigen Jahren mit finanzieller Unterstützung des Freistaats mit 3,5 Mio. € modernisiert, verfügt ThüringenForst darüber hinaus landesweit über hervorragende waldpädagogische Zentren. Bester Beweis für die pädagogische Qualität der dortigen Forstbeschäftigten: Alle drei Jugendwaldheime sind durch Schulklassen über Jahre hinweg ausgebucht. Und auch bei den 33 diesjährig durchgeführten, landesweiten Waldjugendspielen mussten Schulklassen wegen Totalauslastung auf das Folgejahr vertröstet werden.  
ThüringenForst

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