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Philipp zu Guttenberg

Waldnutzung und Klima: Studie von Greenpeace ist nachweislich irreführend

„Auch in diesem Fall freuen wir Waldbesitzer uns über jeden, der sich interessiert mit unserem Wald auseinandersetzt. Doch wenn fachliche Kompetenz dabei ideologischem Wunschdenken weichen muss, schadet das uns allen!“ kommentierte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer das einseitige und tendenziöse Klimagutachten von Greenpeace.

In ihrer Studie über die Sinnhaftigkeit von Stilllegungen des Waldes für den Klimaschutz würden von Greenpeace unvollständige Annahmen verwendet, was nur zu gezielten Fehlannahmen über effektive Klimaschutzmaßnahmen führen könne.

Aus Sicht des Klimaschutzes sei eine Reduzierung der Holznutzung wenig hilfreich. Die CO2-Minderung ist bewiesenermaßen um ein vielfaches größer, wenn das laufend neu gebildete Holz sinnvoll genutzt wird, statt es als Totholz im Wald verrotten zu lassen. Es gäbe genügend unabhängige wissenschaftliche Studien, die dies eindeutig belegen. So werde nach einer Studie von Professor Thoroe (vTI) bei einem Verzicht der Rohholznutzung auf eine Kohlenstoffbindung von 7,36 t CO2 pro Hektar und Jahr verzichtet. Professor Dieter, auch vom renommierten Thünen-Institut, stellt zudem fest, dass unsere „derzeitige Waldwirtschaft nahe am Optimum aus Klimaschutzsicht“ sei.

Durch die sinnvolle Verwendung von Holz als Ersatz klimaschädlicher Bau- und Brennstoffe entstünden Substitutionseffekte, die die Senkenleistung nichtgenutzter Wälder bei Weitem überträfen. Zu Guttenberg weiter: „Jede Forderung nach Stilllegung und Nutzungsverzicht ist deshalb für den Klimaschutz schädlich. Ungenutzte Wälder können langfristig kein zusätzliches CO2 mehr binden. Der Wald würde damit unweigerlich und belegbar zur CO2-Quelle!“

Nachhaltige Waldnutzung, wie sie in Deutschland betrieben werde, sei aktiver Schutz von Umwelt, Arbeitsplätzen und Klima; Stilllegung und der Nutzungsverzicht auf den heimischen Rohstoff Holz führten im Ergebnis zum Verlust von tausenden Arbeitsplätzen vor Ort und Rodungen von Wäldern in anderen Regionen unserer Welt, die auch sonst nicht nachhaltig bewirtschaftet würden. Das sei unmoralisch, nicht nachhaltig und vor allem klimaschädlich, so zu Guttenberg.
 
 
AGDW – Die Waldeigentümer

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