Waldschutz

Waldnachwuchs im Blick – Startschuss für landesweite Erhebung

von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Das „Forstliche Gutachten“ wird seit 1986 alle drei Jahre erstellt. Es geht darum, die Wälder in Bayern auf Verbiss-Spuren durch Rehe, Hirsche und Gämsen zu untersuchen, um Informationen über den Zustand der Waldverjüngung zu erhalten. Nun gibt Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber erneut den Startschuss für die landesweite Erhebung.

In den kommenden Wochen untersuchen wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung die Wälder in Bayern auf Verbiss-Spuren durch Rehe, Hirsche und Gämsen. Forstministerin Michaela Kaniber startete die alle drei Jahre stattfindende Aktion gemeinsam mit Josef Ziegler, Präsident des Waldbesitzerverbands, Ernst Weidenbusch, Präsident des Jagdverbands, Walter Heidl, Präsident des Bauernverbands und Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst.

Wo stehen Wald und Wild im Einklang?

An 22.000 Aufnahmepunkten werden Daten erhoben und fließen dann in die „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ ein. Anhand dieser Zahlen bewerten die Försterinnen und Förster, ob in den landesweit 750 Hegegemeinschaften der Verbiss für den Wald tragbar ist oder nicht. „In Zeiten der Klimakrise ist es von existenzieller Bedeutung, unsere Wälder für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das gelingt uns aber nur, wenn klimastabile Baumarten eine Chance haben, zu zukunftsfähigen Mischwäldern heranzuwachsen. Die Forstlichen Gutachten sind dafür unverzichtbar, denn sie zeigen objektiv und transparent, wo Wald und Wild im Einklang stehen und wo es noch Handlungsbedarf gibt“, sagte Forstministerin Kaniber.

Größtmögliche Transparenz

Das gesamte Verfahren ist auf größtmögliche Transparenz und enge Einbindung von Waldbesitzern und Jägern ausgerichtet. Pandemie-bedingt gelten dabei heuer aber besondere Sicherheitsvorkehrungen, um den Gesundheits- und Infektionsschutz sicherzustellen. Die örtlichen Termine für die Erhebungen geben die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rechtzeitig bekannt.

Infos zum Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung.

Quelle: StMELF

Quelle: StMELF