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(v.l.): Georg Schirmbeck, Alois Gerig MdB, Hans-Georg von der Marwitz und die Bundesministerin Julia Klöckner bei einer gemeinsamen Pflanzaktion in Brandenburg.

DFWR fordert wirksame Klimaschutzpolitik

Am 21. März fand eine gemeinsame Pflanzaktion des DFWR mit der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, im brandenburgischen Nauen statt. Dabei forderte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, eine wirksame Klimaschutzpolitik. Zudem sollten die Potenziale einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für den Klimaschutz in entsprechenden Gesetzen beachtet werden.

Maßgeblich für den Erfolg, die Wälder an zukünftige Klimasituationen anzupassen, ist laut Schrimbeck eine finanzielle Förderung von Waldanpassungsmaßnahmen. Dazu zählen die Pflanzung klimaplastischer Baumarten, die Pflege von Jungbeständen sowie die Erschließung der Wälder. Ebenso notwendig sei eine flächendeckende Beratung der Waldbesitzenden und die Betreuung von Kleinstprivatwäldern. Es müsse gewährleistet sein, „dass sowohl die staatlichen Forstverwaltungen als auch Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse auf ausreichend qualifiziertes Personal zurückgreifen können“, so Schirmbeck. Er betonte weiter, dass mehr in die forstliche Ausbildung auf allen Ebenen investiert sowie attraktive Arbeitsplätze angeboten werden müssen. „Es darf keinen weiteren Personalstellenabbau in der Forstwirtschaft zur Sanierung der Haushalte geben“, betonte Schirmbeck.

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat setzt sich weiter dafür ein, dass mehr in die forstliche Grundlagenforschung investiert wird, um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald besser zu verstehen. „Nur so können die richtigen Anpassungsstrategien gefunden und zeitnah umgesetzt werden“, sagte der DFWR-Präsident. Die Produktionszyklen im Wald seien sehr lang. Die forstlichen Forschungsanstalten müssten langfristig mit Personal und Finanzmitteln ausgestattet werden.

Wälder im Klimawandel

Den Umbau der Wälder in klimaflexible und anpassungsfähige Wälder treiben Waldbesitzende und Forstleute weiter voran. Das erfordere umfangreiches Fachwissen, waldbauliches Geschick, Geduld sowie finanzielle und personelle Ressourcen. „Dafür benötigt die Forstwirtschaft in Deutschland dringend ausreichend und gut ausgebildetes Personal, auskömmliche Rahmenbedingungen sowie eine engagierte Forstpolitik“, betonte Schirmbeck.

Das vom Bundesumweltministerin geplante Klimaschutzgesetz soll regeln, wie die Treibhausgasemissionen in einzelnen Sektoren reduziert werden kann, um die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Schirmbeck: „Damit eine nachhaltige Forstwirtschaft ihr CO2-Minderungspotenzial voll entfalten kann ist es unabdingbar, dass das neue Gesetz alle Belange einer solchen Bewirtschaftung vollumfänglich berücksichtigt. Die vorgesehene sektorale Betrachtung berücksichtigt dabei gerade nicht die Klimaschutzleistungen, die eine nachhaltige Forstwirtschaft über den Waldspeicher hinaus erbringt.“ Vielmehr müsse gesichert sein, dass die Leistung der Bewirtschaftung durch Zuwachs, Holzproduktespeicher und Substitution anderer Materialien, sowohl stofflich als auch energetisch, in der Gesamtheit anerkannt werde.

 

 

 

DFWR

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