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Niedersachsens Forstminister Lindemann: Greenpeace auf dem Holzweg

Waldklimafonds muss Forstwirtschaft stärken

Niedersachsens Forstminister Lindemann bewertet die Einrichtung des Waldklimafonds als ersten Schritt in die richtige Richtung. Das Tauziehen um die Errichtung des Waldklimafonds habe mit der jetzt von der Bundesregierung beschlossenen jährlichen Ausstattung mit 35 Mio. € ab 2013 vorerst ein Ende. „Damit hat sich Niedersachsens langjähriger Einsatz für dieses notwendige, neue Finanzierungsinstrument nun endlich ausgezahlt“, stellt Forstminister Lindemann fest.
Angesichts der bereits jetzt herausragenden Leistungen der Forstwirtschaft für den Klimaschutz war es überfällig, dass der Waldbesitz Unterstützung und ein positives Signal aus Berlin erhält. Der Fonds wird sicher dazu beitragen, dass zusätzliche Potenziale zum Klimaschutz im Wirtschaftssektor Forst- und Holz mobilisiert werden. Die Ausstattung mit 35 Mio. € aus den erheblichen Erlösen des CO2-Zertifikatehandels bewertet Minister Lindemann vor dem Hintergrund der noch erforderlichen Anpassung der Wälder an den Klimawandel jedoch als viel zu gering. „Theoretisch könnten wir mit dem Geld deutschlandweit rund 7.000 ha Wald pro Jahr durch Pflanzung standortgerechter und klimaangepasster Baumarten in Richtung stabiler, leistungsfähiger und ökologisch wertvoller Wälder entwickeln“, rechnet er vor, „das reicht bei weitem nicht aus – zumal noch zahlreiche andere Maßnahmenvorschläge im Raum stehen!“
Aus dem Strauß der bereits zwischen Bund und Ländern abgestimmten Maßnahmen gilt es daher, nun die wirksamsten zu identifizieren und unbürokratisch umzusetzen. Weniger ist da sicher mehr. Nach Auffassung von Minister Lindemann kann unsere Forstwirtschaft nach der „Energiewende“ ihren noch höheren Stellenwert nur mit einer auch im Klimawandel stabilen, multifunktionalen Ausrichtung leisten. Denn die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit unserer Wälder und insbesondere an die Lieferung des nachwachsenden Rohstoffs Holz werden weiter steigen. „Großflächiger Nutzungsverzicht ist da sowohl aus energiepolitischer wie auch aus Klimaschutzsicht kontraproduktiv“, bewertet Lindemann die derzeitige Lage.
ML

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