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Philipp zu Guttenberg

Waldklimafonds muss 2013 kommen – alles andere ist gewaltiger Wortbruch!

„Der Waldklimafonds ist von der Bundesregierung für 2013 versprochen. Dabei muss es bleiben. Alles andere wäre nicht nur ein gewaltiger Wortbruch, sondern auch eine Ohrfeige für die zwei Millionen deutschen Waldeigentümer und deren Leistungen,“ erklärte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDWDie Waldeigentümer.
Deutschland könne seine nationalen und internationalen Klimaziele nur mit einem intakten Wald erreichen, betonte Philipp zu Guttenberg. Unser Wald und die Nutzung heimischen Holzes entlasten die Atmosphäre von Treibhausgasen in einer Größenordnung von über 120 Millionen Tonnen CO2 im Jahr. „Das ist mehr als Luftfahrt, Baustoffindustrie, Metallherstellung und verarbeitung sowie der gesamte Handel in Deutschland jedes Jahr zusammen ausstoßen“, so der Präsident der 2 Millionen privaten und kommunalen Waldeigentümer. Deshalb bleibe die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts eine wichtige Daueraufgabe.
Guttenberg appelliert an Bundesforstministerin Ilse Aigner und Bundesumweltminister Peter Altmaier, sich für den versprochenen Start des Waldklimafonds in diesem Jahr notfalls durch eine Finanzierung aus Haushaltsmitteln einzusetzen. Es wäre ein „fatales Signal, den Waldklimafonds vor seiner Geburt im Jahre 2013 zu beerdigen“, erklärte Philipp zu Guttenberg. Der Waldbesitzerpräsident betonte, 2013 sei das Jahr, in dem der 300. Geburtstag der in deutschen Forstwirtschaft erfundenen Nachhaltigkeit gefeiert würde.
Angeblich soll der ab 2013 fest zugesagte Waldklimafonds mit einem Volumen von 28 Mio. EUR in diesem Jahr wegen des Preisverfalls beim Emissionshandel kurz vor seinem Start gestoppt werden.
„Wenn die Waldeigentümer nicht bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt werden, wird die Vitalität der Wälder leiden. Das hätte fatale Folgen für uns alle! Ein kranker Wald kann nicht mehr für saubere Luft, trinkbares Wasser und den Schutz des Bodens vor Erosion sorgen“, so Guttenberg. Außerdem wachsen kranke und nicht an die Klima-Erwärmung angepasste Bäume schlechter. Der deutsche Wald brauche deshalb die notwendige Unterstützung von Politik und Gesellschaft, um fit zu bleiben angesichts der Herausforderungen des globalen Klimawandels.
 
AGDW

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