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Waldinvestments unter die Lupe genommen

Waldinvestments unter die Lupe genommen

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat die Tropenwaldstiftung OroVerde gemeinsam mit dem Global Nature Fund (GNF) mehrere Finanzprodukte mit Waldbezug unter die Lupe genommen, die sich vor allem an Privatanleger richten. Vor Ort wurden die Auswirkungen sechs solcher Anlageprojekte in unterschiedlichen Regionen auf die ökologische und soziale Situation bewertet. Das Fazit fällt ernüchternd aus: In fast allen untersuchten Fällen wurden Baumarten wie Teak, Eukalyptus, Kiefer oder Akazie angepflanzt – Arten, die in den untersuchten Anbaugebieten nicht heimisch sind. Auch wenn die Arbeitsbedingungen innerhalb der Forstprojekte vor Ort meist vorbildlich sind, gibt es sehr großen Nachholbedarf, wenn es um die Einbeziehung der dort lebenden Menschen geht. Die wenigsten Anbieter analysieren die soziale Situation vorab und berücksichtigen diese im Laufe des Projektes.
„Die Mehrheit der untersuchten Waldinvestments wird ihrer ökologischen Verantwortung nicht gerecht und berücksichtigt zudem nur unzureichend die sozialen Auswirkungen auf die dort lebende Bevölkerung“, bilanziert BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Es ist noch viel Verbesserungsbedarf notwendig, damit Waldinvestments als eine innovative und neue Finanzquelle für den Schutz der Biodiversität in Frage kommen“, so Projektleiterin Dr. Elke Mannigel von OroVerde.

In der aktuell von OroVerde herausgegebenen Broschüre „Waldinvestments – Artenreichtum oder Rendite?“ werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie Waldinvestments nachhaltiger gestaltet werden können. Interessierte Anleger finden zudem hilfreiche Informationen, um Geldanlageprodukte in Wald besser einschätzen zu können.

 
 
Infos: BfN

BfN

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