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Waldgipfel: Die Zukunft ist aus Holz!

Beim heutigen Nationalen Waldgipfel der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wurden Maßnahmen für die Aufarbeitung der aktuellen Waldschäden sowie der schnellen Wiederaufforstung diskutiert. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat forderte auf, die Chancen zum Klimaschutz zu nutzen, um den Beitrag des Clusters Forst und Holz zur Minderung des Klimawandels zu erhöhen. 

Die Geschwindigkeit des Klimawandels führt zu gravierenden Veränderungen der langlebigen Waldökosysteme und ist die größte Herausforderung der Forst und Holzwirtschaft in den kommenden Jahrzehnten. Ziel aller Klimaschutzmaßnahmen ist, Treibhausgase einzusparen. Das geht mit einer aktiven, nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes und einer verstärken Holzverwendung. Zusammen unterstützt es beim Aufbau klimastabiler Wälder.

Etwa 150.000 ha der deutschen Waldfläche sind durch Stürme, Trockenheit, Brände und Käferbefall geschädigt.

Der deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) forderte auf, die offensichtlichen Chancen zum Klimaschutz zu nutzen, um den Beitrag des Clusters Forst und Holz zur Minderung des Klimawandels zu erhöhen. Eine solche Riesenchance bietet eine verstärkte Holzverwendung – im Baubereich, der Verpackung, aber auch beim Papier sowie Möbeln und anderen Holzprodukten. Die ist nachhaltig, ökologisch und vor allem klimafreundlich. Etwa 130 Mio. t Treibhausgase werden jedes Jahr durch die Waldbewirtschaftung und Holzverwendung eingespart – das sind 14 % der jährlichen deutschen Treibhausgasemissionen.

Kohlenstoffeffekt Wald und Holz
Kohlenstoffeffekt Wald und Holz Quelle: AGR

„Holz kann Plastik, Stahl, Beton und Ziegel ersetzen – alles erdölbasierte Produkte oder mit fossilen Energieträgern hergestellt. Dazu muss die Politik die richtigen Weichen stellen und einen klimarelevanten CO₂-Preis einführen“, fasst DHWR-Präsident Steffen Rathke die Erwartungen an den Waldgipfel und auch das Klimaschutzprogramm 2030 zusammen.

Weitere Vorschläge fasste der DHWR in seinem Positionspapier zusammen (PDF 152 KB):

DHWR Positionspapier Waldgipfel

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Mrd. € generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab.

Red./DHWR

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