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Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus

Waldgipfel: Minister Backhaus vermisst klare Zielvorgaben

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus begrüßt die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Aussicht gestellten Mittel zur Schaffung klimastabiler, naturnaher und nachhaltig bewirtschafteter Wälder.

Kofinanzierung könnte schwierig werden

Ein Problem sieht er allerdings darin, dass ein Großteil der versprochenen 550 Mio. €  über die „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) abfließen sollen. Da die Länder über die Pläne des Bundes nicht rechtzeitig informiert wurden, seien die notwendigen Kofinanzierungsmittel nicht in die mittelfristige Finanzplanung der Länder aufgenommen worden, monierte Backhaus. Diese seien aber Voraussetzung, um die Bundesmittel abrufen zu können. Bei einem Kofinanzierungsanteil von 40 % müsse MV in den kommenden vier Jahren ca. 25 Mio. € zusätzlich aufbringen; 37 Mio. € kämen vom Bund.

Das Eckpunktepapier ist zu weichgespült

Das Eckpunktepapier, das  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöcker auf dem Nationalen Waldgipfel vorgestellt hat, bezeichnet Backhaus als „zu weichgespült“.  „Leider habe ich dem Maßnahmenkatalog von Frau Klöckner nur Allgemeinplätze entnehmen können. Ich hätte mir gewünscht, dass eine Bundesministerin ihre Forderungen mit konkreten Zielvorgaben untermauert. Dass wir mit Blick auf den Klimaschutz beispielsweise mehr Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft als Baustoff einsetzen müssen, ist doch klar. Die Holzbauquote in einen Zeitraum von 15 Jahren verdoppeln zu wollen – das wäre eine Ansage gewesen! Aber daran könnte man am Ende ja gemessen werden“, sagte Minister Backhaus
 
Minister Backhaus hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner schon vor dem Waldgipfel in Berlin kritisiert, weil sie das Konzept nicht mit den Ländern abgestimmt habe:
LU Mecklenburg-Vorpommern/Red.

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