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Informationen zum Waldgebiet des Jahres 2017 im Internet: www.waldgebiet-des-jahres.de. Quelle: BDF

Waldgebiet des Jahres 2017: Der Frankenwald

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) verleiht den Titel „Waldgebiet des Jahres“ im Jahr 2017 an den Frankenwald.

Der Bundesvorstand des BDF wählte diesen Wald, weil es hier in besonderer Weise gelingt, die forstliche Nutzung in Einklang mit dem Naturschutz und der touristischen Nutzung zu bringen. Der BDF will mit der Auszeichnung auch den vor Ort tätigen Forstleuten danken, die diesen täglichen Spagat meistern und die vielfältigen Ansprüche an den Frankenwald von und für die Region, wie z.B. als Schutzwald, als Erholungswald oder Arbeitsstätte und Holzlieferant, managen.
„Waldgebiet des Jahres“
Die Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres“ erhalten vorbildlich und in allen Bereichen nachhaltig bewirtschaftete Ökosysteme. Für das Jahr 2017 wird der Titel bereits zum sechsten Mal vergeben. Nicht nur für die Forstleute, sondern auch für die Freunde und Partner des Waldes sowie die Politiker und Bürger der Region ist eine solche Auszeichnung Grund zur Freude, da sie regional wie überregional auf großes Interesse stößt.
Der Frankenwald hat eine echte Besonderheit, die ihn unverwechselbar macht: Naturräumlich reicht er bis über das Grüne Band auch noch in den Nachbarfreistaat Thüringen hinein. Nicht zuletzt ist der „Frankenwald“ mit seinen tiefen Tälern und hohen Baumwipfeln, mit seinen verwunschenen Winkeln und endlosen Ausblicken natürlich auch ein ganz besonders schöner Wald.
Die Auszeichnung gilt aber natürlich nicht nur dem Wald selbst, sondern insbesondere der erfolgreichen Arbeit der Forstleute und Waldeigentümer vor Ort und ihrer ausgewogenen Erfüllung aller gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald sowie einer zukunftsweisenden Vernetzung mit zahlreichen Partnern für einen lebendigen Wald. „Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. Sie leisten eine hervorragende Arbeit“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF. „Die Forstleute des Frankenwaldes bewirtschaften das bekannte Waldgebiet im Norden Bayerns naturnah und verantwortungsvoll und sorgen mit zahlreichen Partnern für den nachhaltigen Schutz, eine sorgfältige Pflege und ermöglichen so die vielfältige Nutzung“, so Dohle weiter.
Zusammenspiel zwischen Naturschutz und Waldwirtschaft
Der Frankenwald ist durch eine große Vielfalt gekennzeichnet. Zum einen ist er wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region und darüber hinaus. Zum anderen ist er aufgrund großer, unzerschnittener Waldgebiete Rückzugsraum seltener und bedrohter Arten. Der seltene Schwarzstorch kommt beispielsweise im Frankenwald flächendeckend vor und die Wildkatze kehrt zurück.
Dieses fein verzahnte Zusammenspiel zwischen Naturschutz und Waldwirtschaft ist das Ergebnis der vorbildlichen Arbeit der Forstleute in den Forstbetrieben Rothenkirchen und Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) sowie den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) Kulmbach und Münchberg. Die Zusammenarbeit mit den unteren Naturschutzbehörden ist ausgesprochen gut. Aber auch das wirtschaftliche Verständnis für Sägeindustrie, Waldbesitzende und forstliche Unternehmer ist ausgeprägt.
Die Forstleute sehen sich hier als Dienstleister des ländlichen Raums. Sie sind tief in der Gesellschaft verwurzelt, sind politisch in Verbänden, Vereinen und Gemeinden aktiv und auch in ihrer Freizeit als Forstleute erkenn- und ansprechbar. Als anerkannte Fachleute sind sie ein wichtiger Ansprechpartner für die Bevölkerung: Als Lieferant von Brennholz, als ausgleichendes Element zwischen Naturschutz und Naturnutzung und als Bewahrer von Kultur- und Denkmalschätzen, die durch jahrhundertelange Waldbewirtschaftung in der Region geformt wurden.
Zum Wohl des Menschen und des Ökosystems Wald 
Passend zum Titel „Waldgebiet des Jahres 2017“ ist auch der Baum des Jahres 2017 – die Fichte – prägend für den Frankenwald. Sie ist auch der meistverwendete Baum in der Holzindustrie. Allerdings wird sie wie keine andere Baumart vom Klimawandel bedroht. Die wertvollen Baumbestände des Frankenwaldes fit für die Zukunft zu machen, ist daher eine ganz besondere Herausforderung für die handelnden Forstleute.
Der Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten, Peter Hagemann, ist stolz auf die Ehrung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sehen darin unsere Arbeit hier in der Region bestätigt. Sie ist Beleg, dass die integrative Forstwirtschaft die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald vereinen kann. Zum Wohl des Menschen und des Ökosystems Wald.“
Die feierliche und öffentliche Übergabe des Titels findet im Frühjahr 2017 im Frankenwald statt. Das ganze Jahr 2017 wird dann der Wald mit zahlreichen Veranstaltungen von den verschiedenen Partnern und Akteuren gefeiert.
BDF
 

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