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Waldbau, quo vadis? – Waldbewirtschaftung zwischen Funktionenorientierung und Multifunktionalität

Quelle: Forstarchiv 80: 3, 90-96 (2009)
Autor(en): Ammer C, Puettmann K

Kurzfassung: Zur Ausrichtung waldbaulicher Eingriffe werden derzeit zum Teil gegensätzliche Konzepte diskutiert. Diese betreffen einerseits die auf einzelne Waldfunktionen ausgerichtete Behandlung von Beständen und andererseits Maßnahmen, die an einem Set unterschiedlicher Bestandesstrukturen orientiert sind. Während der erste Ansatz ein hohes Maß an Steuerbarkeit voraussetzt, wird im zweiten Ansatz hierauf bewusst verzichtet. Übereinstimmung besteht dagegen in der Ablehnung großflächig einheitlicher Waldbehandlungen und homogener Waldstrukturen. Ausgehend von einer kritischen Würdigung der beiden Konzepte und theoretischer Überlegungen, wird der Frage nachgegangen, ob und, wenn ja, unter welchen Bedingungen bei der Bestandesbehandlung mehrere Waldfunktionen erfüllt werden können und ob dies ein rationales Ziel des Waldbaus sein kann. Im Ergebnis wird festgestellt, dass das Ziel der Multifunktionalität auf Bestandesebene kein waldbauliches Problem im eigentlichen Sinn, sondern eine vom Waldeigentümer zu treffende Entscheidung ist. Vom Waldbau ist lediglich zu beantworten, ob Behandlungen, die gleichzeitig mehrere Funktionen befriedigen können, denkbar sind oder nicht. Dies wird in vielen Fällen als möglich erachtet. Gleichwohl besteht ein erheblicher Forschungsbedarf zu den Zusammenhängen zwischen einem bestimmten waldbaulichen Vorgehen, der daraus resultierenden Bestandesstruktur und der Erfüllung von Waldfunktionen


The road ahead of forest stand management – single or multiple management objectives?

© DLV München

 

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