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Waldforscher tagten im Hainich

Waldforscher tagten im Hainich

Rund 50 Waldforscher aus ganz Deutschland schlossen am 20. Mai ihre dreitägige Tagung in Kammerforst/Hainich ab. Die Sektion Ertragskunde des Deutschen Verbands Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) führte ihre 19. Jahrestagung damit zum zweiten Mal nach 2002 in Thüringen durch. Neben einem Daten-, Informations- und Erfahrungsaustausch wurden neue Forschungsergebnisse zur Produktivität einzelner Baumarten vorgestellt.
ThüringenForst zeigte, zusammen mit der Fachhochschule Erfurt (FHE), als Gastgeber im Rahmen einer Exkursion Versuchsflächen in den Buchenplenterwäldern bei Langula. Diese Privatwälder wurden seit über 100 Jahren durch eigentümerorientierte Pflegemaßnahmen entwickelt und bieten heute eine herausragende waldbauliche Forschungsmaterie.
Verstärkte ertragskundliche Forschung in Gotha
„Mit der Ausrichtung dieser bundesweiten Ertragskundetagung im Hainich unterstreicht ThüringenForst sein Bemühen, sich auch in dieser forstlichen Wissenschaftsdisziplin zu vernetzen und Forschungskompetenz aufzubauen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.
Seit 2012 betreibt die Landesforstanstalt im Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha verstärkt ertragskundliche Forschung. Diese unterstützt die dort etablierte waldbauliche Forschung und das Waldumweltmonitoring. ThüringenForst unterhält landesweit das größte Waldmessstationennetz.
Wissenschaftlich erörtert wurde auch die Reaktionsbreite fremdländischen Baumarten wie Libanon-Zeder oder etwa Türkische Tanne auf Klimaveränderungen. Derartige Versuchsanlagen sind auch in Thüringen angelegt. ThüringenForst berichtete außerdem über ein spezielles Waldinventurverfahren, dass seit 20 Jahren im Hainich beforscht wird.
ThüringenForst

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