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In den "Waldferien für Kids" sollen die Kinder die Wichtigkeit des Waldes spielerisch erlernen.

„Waldferien für Kids“

„‘MiteinanderGutLeben – Familiensommer Rheinland-Pfalz‘ lautet die Initiative der Landesregierung, um möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Familien auch in Zeiten der Corona-Pandemie vielfältige und erlebnisreiche Ferienangebote bieten zu können. Die Ferienangebote von Landesforsten Rheinland-Pfalz mit über 40 Kooperationspartner bietet Naturerfahrung für mehr als 2.700 Kinder.

Auf einer Pressekonferenz stellte Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfkengemeinsam mit Vertretenden von Landesforsten Rheinland-Pfalz sowie Kooperationspartnern Ferienangebote, wie die „Waldferien für Kids“ vor.

„Seit fast 15 Jahren bietet Landesforsten Rheinland-Pfalz Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche an. Uns ist es wichtig, dass sie Spaß in der Natur und in der Gemeinschaft haben und dass auch die Eltern die Möglichkeit haben, etwas durchzuatmen. Dies gilt gerade jetzt, wo unsere Familien arg unter den Auswirkungen der Pandemie leiden“, so Höfken.

„Waldferien“ sind fester Bestandteil

Was 2006 mit einer Hand voll Forstämtern begonnen hat, ist nun ein landesweites Programm. „Die „Waldferien für Kids“ sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender von Landesforsten Rheinland-Pfalz. Ich freue mich, dass nun mehr Familien aus ganz Rheinland-Pfalz von den Angeboten der Försterinnen und Förster profitieren können. Und das nicht nur in den Sommerferien, sondern auch zu Ostern und in den Herbstferien“, so Höfken.

Insgesamt beteiligen sich dieses Jahr 27 Forstämter mit Ferienprogrammen von unterschiedlicher Art und Dauer. Manche Veranstaltungen sind Tagesangebote, bei anderen werden die Kinder eine Woche lang betreut. „Ich bin sehr dankbar für dieses Engagement, gerade auch was unsere Forstämter betrifft. Dies ist umso beeindruckender, da sich die Forstleute immer noch intensiv um die akute Beseitigung der katastrophalen Waldschäden infolge der Klimakrise kümmern müssen, etwa um die Eindämmung des massiven Borkenkäferbefalls. Dass sie das nicht allein bewältigen können, zeigt aktuell der Einsatz der Bundeswehr in einigen Landesteilen“, so die Forstministerin.

Über 40 Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen

Die Försterinnen und Förster bekommen bei den Ferienangeboten wertvolle Unterstützung von zertifizierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen. Sie arbeiten dabei auch mit rund 40 Kooperationspartnern zusammen. Das sind beispielsweise Kommu-nen, Jugendhilfeorganisationen, Vereine und Verbände.

Auch der Nationalpark bietet dieses Jahr wieder spannende Waldabenteuer. Er beteiligt sich am Ferienprogramm „Waldferien für Kids“ mit 16 Tagesangeboten für insgesamt 220 Kinder. Nationalparkmitarbeiter Sebastian Schacht sagte auf der Pressekonferenz: „Kinder können in den Ferien im Nationalpark Hunsrück-Hochwald die Wildnis erleben und echte Ranger kennenlernen. Mit unseren betreuten Angeboten möchten wir den Kindern die Natur und die Bedeutung des Nationalparks nahebringen und dabei natürlich auch einen Teil dazu beitragen, die Eltern zu entlasten. Unser Ziel ist, dass die Kinder Spaß haben und dabei unsere Umwelt spielerisch verstehen lernen, sodass sie sich später vielleicht auch mal für die Natur engagieren.“

Zudem bildet das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen auch 2020 wieder Junior Rangerinnen und -Ranger aus. Hier lernen Kinder den Umgang mit Kompass und Karte sowie welche Tiere und Pflanzen im Pfälzerwald leben. Auf naturnahe Ferienerlebnisse setzen auch der NABU und der BUND Rheinland-Pfalz.

Waldferien für Kids

Foto: © Landesforsten RLP/ Gellert&Partner

Positives Verhältnis zum Wald entwickeln

Auf der Pressekonferenz betonte Höfken: „Bei all unseren Angeboten ist uns Qualität bei der Betreuung und bei den vermittelten Inhalten wichtig. Die Waldferien für Kids verstehen sich als Beitrag zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“ So vielfältig wie der Wald seien demnach auch die Themen der Waldferien: Von spannenden Waldabenteuern über kreative Programme bis hin zu Bogenschießen im Wald, Nistkastenbau, Fledermaus-Workshops, Tipis bauen, Tiere beobachten, Stöcke schnitzen, Bäche stauen, Kunstwerke aus Waldmaterialien bauen und vieles mehr: Viele von Spielplatzsperrungen und Homeschooling geplagte Kinder aus Rheinland-Pfalz werden auch in diesem Jahr einen Teil ihrer Ferien im Wald verbringen können.

Es gehe, so die Umweltministerin, dabei nicht nur darum, Kinder an die frische Luft zu bringen. Die Jungen und Mädchen sollen auch ein emotional positives Verhältnis zum Wald entwickeln, einen Blick für die biologische Vielfalt und die kleinen und großen Wunder der Natur bekommen.

Hygienekonzept sorgt für Sicherheit

Stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen von Landesforsten sagten Carina Young und Siegfried Weiter: „Wir alle freuen uns, etwas für die von den Corona-Auswirkungen geplagten Kinder und Eltern tun zu können. Basis für die Betreuung unter Corona-Bedingungen ist ein gemeinsames Hygienekonzept für wald- und wildnispädagogische Angebote, das für die Sicherheit der Teilnehmenden sorgen wird.“ Dieses sei in enger Zusammenarbeit von Landesforsten (Walderlebniszentrum Soonwald) mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald entstanden.

 

Hier finden Sie das Sommerferien-Programm von den Landesforsten.

Das Sommerferienprogramm 2020 für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald finden Sie unter diesem Link. 

 

Quelle: MUEFF RLP

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