ABO
Walderlebnistag für 40.000 Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen

Walderlebnistag für 40.000 Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen

„Es geht uns vor allem darum, im Wald spielerisch Wissen und Erfahrungen  zu vermitteln, um ein positives Naturverständnis in unserer Jugend zu wecken“ fasst die Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Marie-Luise Fasse  das übergeordnete Ziel der Waldjugendspiele zusammen, die in Nordrhein-Westfalen ab der 2. Septemberwoche wieder von der SDW und den Forstämtern des Landes sowie der Kommunen ausgerichtet werden. Mit jährlich rund 40.000 Kindern weist NRW bundesweit die mit Abstand höchsten Teilnehmerzahlen auf.
Auf einem etwa 2 km langen Parcours mit 10 bis 15 Stationen müssen die Kinder und Jugendlichen mit Wissen, aber v.a. auch mit Geschick und Beobachtungsgabe Aufgaben lösen, die sich im Zusammenhang mit dem Ökosystem Wald stellen. „Gerade am Beispiel des Waldes kann besonders gut dargestellt werden, dass nachhaltige Nutzung und Schutz des Lebensraumes miteinander vereinbar sind. Direkte Erlebnisse und Erfahrungen im Wald machen sensibel für ökologische Zusammenhänge, fördern die subjektive Wertschätzung einer intakten Umwelt und machen die Eingebundenheit des Menschen in die natürlichen Abläufe erlebbar“ erläutert Fasse den pädagogischen Hintergrund dieser mitunter auch als Waldrallye bezeichneten Walderlebnistage, deren Schwerpunkt in NRW bei den 4. Klassen im Grundschulbereich liegt.
 
Die ersten Waldjugendspiele organisierte die SDW im Europäischen Naturschutzjahr 1970 in Bayern, in der Nähe von Nürnberg. In Nordrhein-Westfalen wurden sie erstmalig 1977 Düsseldorf ausgerichtet. Seit 1998 gibt es die gemeinsame „Aktion Waldjugendspiele“ von SDW und Landesbetrieb Wald und Holz NRW, so dass inzwischen vielerorts flächendeckend Waldjugendspiele angeboten werden können.
SDW

Auch interessant

von