Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Waldelfen und Harvester im Herzen Magdeburgs

Waldelfen und Harvester im Herzen Magdeburgs

Die Förster vom Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalts präsentierten anlässlich des „Großen Waldfestes“ in Magdeburg am 28. August den Wald als faszinierenden Naturraum und lebendigen Wirtschaftszweig. Das Internationale Jahr der Wälder in Sachsen-Anhalt erreichte damit an diesem Wochenende seinen Höhepunkt: Neben dem Waldhoffest im Harz und dem Konzert mit Chuck Leavell im Gartenreich Dessau-Wörlitz war das große Waldfest in Magdeburg der Event im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder 2011.
Facettenreiche Einblicke in das heimische Waldkulturerbe
Fabelhafte Waldelfen schwebten zwischen den Bäumen, die Motorsäge rasselte in den Händen von Holzschnitzern, Baumpfleger und Kletterfreaks durchstiegen die Baumkronen während  am Boden der Harvester Kiefernstämme einschnitt. Das Landeszentrum Wald, in Sachsen-Anhalt für die Aufgaben der Privatwaldbetreuung, der Waldpädagogik und des Waldschutzes zuständig, brachte den Wald ganz nah an die Lebenswirklichkeit der Großstädter. Im Herzen der Landeshauptstadt wurde im Rahmen des großen Waldfestes der „Walderlebnisparcours“ und die „Forsttechnik-Schau“ geboten.
Die Besucher erlebten an Mitmach-Stationen den Wald mit allen Sinnen, testeten ihr Waldwissen und konnten  ihre Geschicklichkeit auf die Probe stellen. An einem Schminkstand verwandelten sich Kinder zu Waldelfen und das Sax ’n -Anhalt Orchester mischte sich bei sonnigen Wetter mit heißen Rhythmen unter die begeisterten Besucher.
Wie Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Onko Aeikens zur Eröffnung mit  Betriebsleiter Dietmar Specht erklärte, war es Ziel des Waldfestes, besonders auch der urbanen Bevölkerung die Vielfalt der Waldfunktionen zu vermitteln. Neben der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion  ist  dem Minister der Wald als Bildungsraum ein besonderes Anliegen. Das Haus des Waldes und die fünf  Jugendwaldheime des Landes gaben mit Walderlebnisangeboten und Teamübungen Einblicke in die waldpädagogische Arbeit vom Landeszentrum Wald.
Dicht umlagert waren die Vorführungen zur Holzernte, die die Nutzfunktion des Waldes hautnah veranschaulichten. Zum Einsatz kamen nicht nur Harvester und Forwarder, sondern auch das Rückepferd Emma, ein Holz-LKW und ein mobiles Sägewerk. Gezeigt wurde mit der Forsttechnik-Schau, wie heute mit modernen Forstmaschinen das Holz pfleglich aus dem Wald geholt wird. Die Parkbäume blieben allerdings unversehrt, die Holzstämme wurden zuvor angeliefert.
An den zehn Mitmach-Stationen waren forstliche Botschaften und Hintergrundinformation zur forstlichen Nachhaltigkeit sowie zum Wald- und Naturschutz thematisiert. Der Wald ließ sich mit Auge, Nase, Ohr und Haut erleben.
Dagegen entführten das Saxn’n  Anhalt Orchester und die Künstler von Art Tremondo die Zuschauer in eine kurzweilige und fantasiereiche Waldwelt. Eigene Walderfahrungen konnten auch Mutige sammeln, die zusammen mit Baumpflegern in die Baumkronen kletterten.
Angesichts der über 2.500 Besucher äußerte sich Projektleiter Jörg Borchardt sehr zufrieden „Das Konzept, mit dem Wald in die Stadt zu kommen, kam bei den Magdeburgern offenbar gut  an“.
Landeszentrum Wald/Stefan Heinzel

Auch interessant

von