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Waldeigentümer übergaben die traditionelle „Kanzlertanne“ für das Bundeskanzleramt

Waldeigentümer übergaben die traditionelle „Kanzlertanne“ für das Bundeskanzleramt

Für Bundeskanzlerin Merkel begann die Vorweihnachtszeit am 25. November mit einer schon traditionellen Zeremonie. Bereits zum 13. Mal stifteten die privaten Waldeigentümer in Deutschland einen stattlichen Waldbaum für das Bundeskanzleramt in Berlin und illuminierten ihn gemeinsam mit der Bundeskanzlerin sowie mit Bundesminister und Kanzleramtschef Peter Altmaier und Staatsministerin Aydan Özoguz im dortigen Ehrenhof.
Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW – Die Waldeigentümer), Philipp Freiherr zu Guttenberg, sowie der Vorstandsvorsitzende des Waldbesitzerverbandes für Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Ulrich Ivo von Trotha, übergaben die 21 Jahre alte und 14,5 m hohe Küstentanne als „ein grünes Ausrufezeichen für das seit 25 Jahren vereinte Deutschland, für die Freiheit und für die Menschen im ländlichen Raum, die vor allem den Schutz des Eigentums als ökonomische Grundlage der Freiheit benötigen, um auch für die nächsten Generationen nachhaltig sorgen zu können.“
Die Bundeskanzlerin dankte den Waldeigentümern für ihr langjähriges Engagement: „Die Weihnachtsbäume im Kanzleramt sind eine Augenweide. Es ist schön, im 25. Jahr des Mauerfalls daran zu erinnern, dass Bäume Freiheit ausstrahlen, dass, wenn sie Lebensraum haben, sie sich wunderschön entwickeln können. So geht es auch den Menschen in Deutschland. Mit mehr Freiheit haben sie mehr Freiraum.“
Ein Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung
In seiner Ansprache an die Kanzlerin wies zu Guttenberg auf die Symbolkraft des Baumes hin, der für Stärke und Unbeugsamkeit und damit auch als Ausdruck für den Freiheitswillen stehe: „Die Kanzlertanne hat Unfreiheit und Unrechtsstaat nie erlebt, ist ein Kind der Freiheit, das seine Äste frei ausstrecken kann und somit jedem Sturm trotzt. Sie war vom Schicksal auserkoren, ein Teil von blühenden Landschaften zu werden.“ Den Begriff der blühenden Landschaften könne die Forstwirtschaft in ganz Deutschland für sich vereinnahmen. Denn die Ergebnisse der neuen Bundeswaldinventur bescheinigen, dass es in der modernen Zeit dem deutschen Wald noch nie so gut ging, wie heute.
Zu Guttenberg: „Die engagierte Arbeit der zwei Millionen Waldbesitzer in Deutschland hat unsere Wälder stabiler, artenreicher und produktiver gemacht als je zuvor. Nicht durch eine ideologisch geprägte Ordnungspolitik, sondern durch einen ökonomisch motivierten, gelebten Generationenvertrag.“
Die Basis einer Erfolgsgeschichte
Zu Guttenberg appellierte an die Kanzlerin, die freiheitlichen Grundwerte auch im Hinblick auf den deutschen Wald und die nachhaltige Forstwirtschaft zu verteidigen. Denn nur Waldbesitzer, deren Selbstbestimmung über ihr Eigentum nicht beschnitten werde, können es schützen, weiterentwickeln und kommenden Generationen in fruchtbarem Zustand hinterlassen.
In diesem Sinne übereignete zu Guttenberg der Bundeskanzlerin zwei weitere überdimensionale Holzfiguren für ein Schachspiel – als Fortsetzung einer vor Jahren begonnenen Geste. Die beiden Waldbauern – „einer von hüben, einer von drüben“ – stehen ab sofort schützend und wehrhaft vor der Dame, damit sie ihre Züge unbedrängt zugunsten der Freiheit ausführen kann.
AGDW – Die Waldeigentümer

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