ABO
Michael Rolland (1. v.l.) und Matthias Graf von der Schulenburg (2. v.l.) von AGDW  Die Waldeigentümer überreichen Renate Künast (Fraktionschefin Bündnis90/DieGrünen) den Informationsflyer Heimisches Holz rettet Wälder weltweit vor dem Parteitag von Bündnis90/DieGrünen am 27. April 2013 in Berlin. Foto: AGDW

Waldeigentümer plädieren beim Parteitag der Grünen für nachhaltigere Politik

Damit der Wald grün bleibt: Bevor der Parteitag von Bündnis90/DieGrünen am 27. April begonnen hatte, standen die zentralen Themen schon auf der Agenda. Verantwortlich dafür waren die 15 Vertreter der AGDW –  Die Waldeigentümer.
Am Eingang des Berliner Velodroms empfingen sie die Delegierten um die Spitzenpolitiker Cem Özdemir, Renate Künast und Winfried Kretschmann mit einem Informationsstand, Plakaten, Info-Flyern und 30 Kästen Tannenwald-Limonade: 

„Auf Parteitagen werden die Weichen für die Politik der kommenden Jahre gestellt“, sagte Michael Rolland, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW – Die Waldeigentümer). „Damit aus falsch verstandenem Naturschutz nicht verheerende Entscheidungen für den Wald werden, setzen wir uns gerade auch beim Parteitag der Grünen für eine nachhaltigere Politik ein.“

Erfolgsrezept seit 300 Jahren: Schützen durch Nutzen

Im persönlichen Gespräch und mit Hilfe von Faktenblättern informierten die Waldeigentümer über ihre Themen und Forderungen. Die zentrale Botschaft: Aktiver Umweltschutz funktioniert nach der Formel Schützen durch Nutzen. Nach diesem Prinzip handeln die privaten Waldeigentümer seit 300 Jahren. Der Verzicht auf Holznutzung durch Flächenstilllegungen in Deutschland sorgt hingegen für mehr Holzimporte aus Ländern mit weniger strengen oder keinen Nachhaltigkeitskriterien.
 
Zudem wiesen die Waldeigentümer auf die gravierenden Folgen einer eventuellen Substanzbesteuerung hin, wie sie von einigen politischen Vertretern derzeit gefordert wird. Das mehrmalige Besteuern von Bäumen bedeutet die Aufkündigung des Generationenvertrages, die Bedrohung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit und das Ende der Familienforstwirtschaft. Rolland betonte, dass viele der vor allem im ländlichen Raum angesiedelten 185.000 Betriebe und 1,2 Millionen Arbeitsplätze im Cluster Forst und Holz vernichtet würden.

Positives Feedback der Politiker

Die Botschaften der Waldeigentümer und die erfrischende Tannenbrause kamen an: „Wir haben von den Teilnehmern positive Resonanz auf unsere Aktion erhalten. Daher sind wir zuversichtlich, dass die Argumente für echten Umweltschutz auch bei künftigen Entscheidungen mehr Berücksichtigung finden“, so Rolland.

AGDW
Michael Rolland (1. v.l.) und Matthias Graf von der Schulenburg (2. v.l.) von AGDW  Die Waldeigentümer überreichen Renate Künast (Fraktionschefin Bündnis90/DieGrünen) den Informationsflyer Heimisches Holz rettet Wälder weltweit vor dem Parteitag von Bündnis90/DieGrünen am 27. April 2013 in Berlin. Foto: AGDW Martin Hasselbach vom Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. (links) überreicht Cem Özdemir (Bundesvorsitzender Bündnis90/DieGrünen) den Informationsflyer Heimisches Holz rettet Wälder weltweit vor dem Parteitag von Bündnis90/DieGrünen am 27. April 2013 in Berlin Foto: AGDW

Auch interessant

von