Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Waldeigentümer fordern Aufstockung des Waldklimafonds

Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, erklärt anlässlich des Waldzustandsberichtes 2013: „Der momentane Rückgang der Waldschäden in Deutschland ist ein kleiner Lichtblick und auch das Ergebnis der Anstrengungen unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.“ Der Waldzustandsbericht 2013 sei jedoch kein Grund zum Jubeln wenn man bedenkt, dass 62 % unserer Bäume nach wie vor durch äußere Einwirkungen geschädigt seien. Es zeige vielmehr, dass der Klimawandel für unser Ökosystem Wald die zentrale Herausforderung sei.
„Die Schadenssymptome sind vielfältig: Jährlich sehen und hören wir z.B. vom Eichenprozessionsspinner, dessen Verbreitung durch die veränderten Umweltbedingungen gefördert wird. Diese Insekten sind nicht nur für die Bäume, sondern auch für den Menschen gefährlich“, so der Waldbesitzerpräsident. Neben dem Eichenprozessionsspinner gebe es viele andere Insekten und Krankheitserreger, aber auch extreme Wetterverhältnisse, die vermehrt unseren Bäumen schaden.
Aus diesem Grund sei es wichtig, so zu Guttenberg, dass der Waldklimafonds erheblich erhöht wird, wie von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag versprochen. Von den für den Waldklimafonds ursprünglich zugesicherten 50 Mio. € pro Jahr stünden derzeit nur 7 Mio. € zur Verfügung. „Neben Geld für Forschung und Entwicklung sind insbesondere auch Bodenschutzmaßnahmen und waldbauliche Maßnahmen erforderlich“, fordert zu Guttenberg.
Zudem seien mehr Mittel nötig, die bei Katastrophen und Notlagen unbürokratische Hilfe leisten können. „Für die Genesung unserer Wälder brauchen wir auch die Unterstützung der Politik. Unser Wald ist Klimaschützer, Luftreiniger, Wasserfilter, Erholungsraum, Biodiversitätsweltmeister und Pfeiler im ländlichen Raum“, so zu Guttenberg. Das müsse stärker honoriert werden.
AGDW – Die Waldeigentümer

Auch interessant

von