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Waldeigentümer brauchen dringend Unterstützung und Entlastung!

Im vergangenen Jahr nach der Sturmkatastrophe Friederike und der darauffolgenden Dürre mit dem Käferfraß sind Waldeigentümer wie Förster in allen Waldbesitzarten an ihre Grenzen gegangen. Dazu Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen.

„Insbesondere unseren betreuenden Förstern von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und den Niedersächsischen Landesforsten gilt unser Dank für die geleistete Arbeit! Wir wissen, dass die körperliche und seelische Belastung in so einem Katastrophenfall immens ist“, so Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen.

Im Jahr 2018 gab es durch den Sturmwurf im Januar und der sommerlichen Dürre mit dem Käferbefall, ein Vielfaches des normalen jährlichen Holzeinschlags zu bewältigen. „Dieses enorme Arbeitspensum ist auf Dauer nicht zu leisten und wir laufen geradewegs in die nächste Katastrophe mit dem drohenden Borkenkäferausflug im Frühjahr“, so Leben weiter. „Wir brauchen dringend personelle Unterstützung und Entlastung auf der Fläche! Ebenso ist eine schnelle, unbürokratische finanzielle Hilfe erforderlich, wenn wir eine erneute Katastrophe verhindern wollen!“ Vielerorts ist der Wald so geschädigt, dass die Waldfunktionen stark beeinträchtigt sind. Hier müssen Wald und Waldfunktionen geschützt und erhalten werden. „Diese wichtige Aufgabe liegt beim Waldeigentümer und deren Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. „Wir müssen unsere Zusammenschlüsse in dieser Krise stärken und noch besser aufstellen. Die Zusammenschlüsse sind in jeder Hinsicht wichtiger denn je“, so der Waldbesitzerpräsident abschließend.

Der Waldbesitzerverband Niedersachsen setzt sich weiterhin dafür ein,

  • dass eine Aufarbeitungshilfe/Nothilfe gezahlt wird,
  • Aushilfen/“Waldläufer“ für Monitoring etc. auf der Fläche bereitgestellt werden und
  • der neu aufgenommene Buchstabe F – Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald – der auf Bundesebene vom Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) Ende 2018 unter dem Vorsitz von Bundesministerin Klöckner als Förderungsgrundsätze für den Rahmenplan 2019 bis 2022 der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur & Küstenschutz (GAK) beschlossen wurde, in Niedersachsen entsprechend der katastrophalen Lage umgesetzt wird.

Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald – PDF-Datei

Quelle: WBV Niedersachsen

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