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Der Bundesforstbetrieb Trave weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass auch nach dem Löschen des Brandes weiterhin die von den Ordnungsbehörden erlassenen Verbote gelten

Waldbrandnachsorge durch Bundesforstbetrieb Trave

Der bislang größte Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen ist gelöscht. Am Nachmittag des 8. Juli haben Beschäftigte der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Trave, die Kontrolltätigkeiten in Rahmen der Nachsorge aufgenommen.

Für diese Aufgabe hat der Bundesforstbetrieb Trave kurzfristig eine eigene Einheit ins Leben gerufen, die vom Technischen Hilfswerk (THW) unterstützt wird. Kontrolltrupps des Bundesforstes überwachen nun die betroffenen Flächen. Zudem konnte erstmals die exakte Ausdehnung des Waldbrandes ermittelt werden. Betroffen sind insgesamt 944 ha.

Nachdem der Landkreis Ludwigslust-Parchim den Katastrophenfall beendet hat, ist beim Bundesforstbetrieb Trave die Waldbrandnachsorge auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz angelaufen. Das dafür benötigte Einsatzzentrum befindet sich an der ehemaligen Übungsplatzkommandantur in Lübtheen. Das Team des ortsansässigen Bundesforstbetriebes wird von weiteren Kolleginnen und Kollegen der benachbarten Bundesforstbetriebe verstärkt. Zudem unterstützt das THW die Bundesforst-Beschäftigten beim Aufbau einer Kommunikationsstruktur. Es stellt auch Technik zur Verfügung, damit die Brandschneisen rings um die vom Feuer bedrohten Ortschaften fertiggestellt werden können. Insgesamt sind derzeit rund 100 Personen vor Ort tätig.

Gebiet wird vom Boden und aus der Luft kontrolliert

Die Hauptaufgabe bei der Waldbrandnachsorge ist, das vom Brand betroffene Gebiet zu beobachten. Dazu wurden dessen Ränder in Kontrollabschnitte eingeteilt, die zu Fuß oder mit Fahrzeugen rund um die Uhr kontrolliert werden. Weitere Kontrolltrupps überwachen die gesamte übrige Fläche des rund 6.200 ha großen ehemaligen Truppenübungsplatzes. Zusätzlich sind Drohnen des THW im Einsatz, um das Gelände auch aus der Luft beobachten zu können.

Aufgrund der Größe der vom Waldbrand betroffenen Fläche und ihrer Munitionsbelastung steht den Beschäftigten des Bundesforstes weiter gepanzerte und geländegängige Löschtechnik zur Verfügung. Außerdem wurden vier Wasserentnahmestellen eingerichtet. Bis auf weiteres sind zusätzlich zwei geländegängige Löschfahrzeuge der Bundeswehr-Feuerwehr vor Ort. So wird sichergestellt, dass aus der Brandfläche heraus kein neuer Waldbrand in den angrenzenden Flächen entsteht. „Wie lange die Waldbrandnachsorge dauern wird, hängt vom Wetter in den kommenden Tagen ab“, erläutert der Leiter des Bundesforstbetriebes Trave, Henning Bremer. „Wir hoffen hier auf mehr Regen und beenden die Nachsorge erst, wenn von der Waldbrandfläche keine Gefahr mehr ausgeht.“

Betreten weiterhin verboten

Der Bundesforstbetrieb Trave weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass auch nach dem Löschen des Brandes weiterhin die von den Ordnungsbehörden erlassenen Verbote gelten, das Gelände zu betreten. Weil es sich außerdem weiter um eine Einsatzstelle mit Tätigkeiten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben handelt, ist nach wie vor nicht gestattet, das Gebiet mit Drohnen zu überfliegen.

BImA

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